Eis- und Schnee-Chaos Wetter bringt Tod und Blockade in Europa

  • Publiziert: 19.12.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

HAMBURG – Eis und Schnee haben Europa fest im Griff: Unter dem Ärmelkanal sassen sogar 2000 Menschen fest. In Polen starben acht Menschen. Derweil bereiten sich die USA auf einen gewaltigen Sturm vor.

Eisige Temperaturen und starker Schneefall haben weite Teile Europas und Nordamerikas fest im Griff. Während sich die Ostküste der USA auf einen gewaltigen Schneesturm vorbereitete, blieben in der Nacht zum Samstag im Eurotunnel unter dem Ärmelkanal vier Züge mit mehr als 2000 Fahrgästen liegen.

Wie Eurostar-Sprecher Grant Smith der BBC sagte, hatte der grosse Temperaturunterschied der Luft innerhalb und ausserhalb des Kanaltunnels zu einer technischen Panne geführt.

2000 Menschen sassen im Tunnel fest


Am frühen Morgen wurden die Fahrgäste zweier liegengebliebener Züge mit einem Shuttle aus dem Tunnel gebracht. Eine Ersatzlokomotive sollte die beiden anderen Züge in Richtung Folkestone im Südosten Englands schieben.

In den Eurostar-Hochgeschwindigkeitszügen sassen jeweils zwischen 500 und 700 Menschen fest. Alle vier Züge waren auf dem Weg von Paris nach London, als sie in dem Tunnel steckenblieben. Zwei weitere Züge, die sich aus Brüssel und Paris auf dem Weg in Richtung London befanden, wurden noch rechtzeitig umgeleitet.

Für die Fahrgäste habe keine Gefahr bestanden, sagte Eurostar-Sprecher Grant Smith. Aber es sei «sehr unbequem» gewesen.

Eis und Schnee in ganz Europa


Klirrende Kälte wurde nicht nur aus den Ländern nördlich der Alpen gemeldet, sondern auch aus Italien.

Dort bleiben die Fährverbindungen zu den Äolischen Inseln im Süden eingestellt. Und selbst die Insel Sizilien richtete sich auf Schnee in höheren Lagen ein. Die Lagunenstadt Venedig erwachte nicht nur unter einer Schneedecke, sondern auch in Erwartung eines neuen Hochwassers.

Tote in Polen und Russland

In Polen sind seit dem Beginn der Kältewelle Mitte dieser Woche acht Menschen erfroren. Zwei Kältetote habe es in Pila im Westen des Landes gegeben, meldete die Polnische Presse-Agentur PAP am Samstag. Zahlreiche Kältetote gab es auch in Russland.

Für die US-Bundesstaaten Virginia und Maryland sowie die Hauptstadt Washington wurde Schneesturm-Warnungen gegeben. In Virginia wurde bereits der Notstand ausgerufen. Dort wurde für Samstag bis zu ein Meter Schnee erwartet.

US-Ostküste bunkert sich ein


Die Ostküsten-Bevölkerung wurde angehalten, sich rechtzeitig mit Wasser und Lebensmitteln einzudecken. Einige Fluggesellschaften boten ihren Fluggästen an, für Samstag angesetzte Flüge umzubuchen. Andere strichen vorsorglich ihre Flüge in die Hauptstadt. Zahlreiche Schulen und Universitäten schlossen. (SDA/bih)

Top 3

1 Teufelskerl! Mann springt aus 731 Metern Höhe – ohne Fallschirmbullet
2 Er wollte kein Hörgerät tragen Marvel kreiert Superhelden für Vierjährigenbullet
3 Auf Sardinien Schweizer (46) stürzt in den Todbullet

Ausland