Werbe-Video zu sexy Floridas Tourismus-Chef wegen Pitbull arbeitslos

Mit einem sexuell aufgeladenen Musik-Video auf Staatskosten wollte die staatliche Fremdenverkehrsbehörde von Florida noch mehr Touristen an die Strände locken - doch der Versuch kostete den Behördenchef das Amt.

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Nach einer Welle der öffentlichen Empörung trat der Behördenchef von Visit Florida, Will Seccombe, zurück. Er erhalte eine Abfindung von umgerechnet knapp 70'000 Euro, wie seine Sprecherin mitteilte.

Pitbull verdiente eine Million Dollar

Joblos wegen Pitbull: Werbe-Video kostet Florida-Tourismus-Chef Job play
Ausschnitt aus dem Videoclip, der zum Stolperstein wurde für den Tourismus-Chef von Florida. Screenshot Youtube

Im vergangenen Jahr hatte das durch Steuergelder finanzierte Fremdenverkehrsamt des US-Bundesstaats ein Werbe-Video des Rappers Pitbull veröffentlicht. In dem Filmchen zu dem Song «Sexy Beaches» räkelen sich knapp bekleidete Strandschönheiten, während Pitbull singt: «Ich will sexy Strände sehen, Hotels.» Im Dezember liess der Musiker dann in einer Twitter-Botschaft wissen, dass er dafür eine Million Dollar erhalten habe.

Vielen konservativen Bürgern und Politikern gefiel diese Art des Einsatzes von Steuergeldern überhaupt nicht. Der republikanische Gouverneur von Florida, Rick Scott, forderte Seccombes Rücktritt. Scott begrüsste nun, dass dieser der Aufforderung folgte und betonte, dass künftig besonders transparent mit der Verwendung von Steuergeldern umgegangen werde. (sda/gru)

Publiziert am 12.01.2017 | Aktualisiert am 12.01.2017
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3 Kommentare
  • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
    12.01.2017
    Die Konservativen haben wohl Angst das es wieder zu den Spring Break - Exzessen vergangener Zeiten kommt. In Fort Lauderdale oder Daytona Beach kam es zu massenhaften Saufgelagen, Sex an allen Orten und nachher hatten sie ein riesiges Kehrricht-Problem. Die haben ziemlich lange gebraucht um das Schmuddel-Image wieder los zu werden. In den USA ist so ein Image besonders schlecht für den Tourismus, man toleriert eher Gewalt als Sex.
  • Marc  Freyburger 12.01.2017
    Dann ist es aber nicht mehr der Tourismus-Chef, sondern der Ex-Tourismus-Chef. Wo ist denn da die Präzision in der Schreibe?
  • Joe  Black 12.01.2017
    Und Tourismus Basel macht mit vergleichsweise fast kein Budget einen Pokemon Werbeclip, welcher gleich viele Klicks auf Youtube macht (Beide 11,6 Millionen).
    Was man also Seccombes vorhalten kann ist bloss ein schlechtes Kosten/Nutzen Verhältnis, denn mit 11,6Mio Klicks war der Clip wohl doch ein Erfolg od?