PJÖNGJANG - Nordkoreas Diktator Kim Jong Un liess nach dem Tod des Vaters ranghohe Politiker hinrichten. Die Gründe sind vielfältig.
Erstmals wird bekannt, mit welcher Unerbittlichkeit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sein Land führt. Als sein Vater Kim Jong Il gestorben war, liess er überprüfen, ob seine Beamten auch wirklich inbrünstig um den «Geliebten Führer» trauern.
Wer das seiner Meinung nach nicht tat, wurde hingerichtet. Diese Informationen wurden angeblich dem südkoreanischen Parlamentarier Yoon Sang-hyun vom Komitee für ausländische Angelegenheiten, Handel und Wiedervereinigung des zugespielt, berichtet «die Welt».
Demnach befinden sich unter den Exekutierten sogar hochrangige Politiker wie Kim Chol, ehemaliger Vizeminister der nordkoreanischen Armee. Er soll während der Trauerzeit Alkohol getrunken haben und wurde im Januar standrechtlich erschossen.
2012 wurden bereits 14 Generäle und hohe Beamte hingerichtet. Angeblicher Alkoholkonsum und Sex-Skandale während der Staatstrauer waren in den meisten Fällen die Exekutionsgründe. Im Fall des Geheimdienstbeamten Ryu Kyong führte Spionage zur Hinrichtung.
Yoon sagte gegenüber einer südkoreanischen Zeitung, dass diese Säuberungsaktion wohl noch einige Zeit dauern wird. Allerdings könnte die Elite rund um die weltweit einzige kommunistische Dynastie dadurch unzufrieden werden, was das Regime in Pjöngjang destabilisieren würde. (whk)
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