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Im Zuge der grossangelegten Aktion wurden nach Angaben der Strafverfolger rund 40 Durchsuchungen durchgeführt. Die Razzien betrafen Einrichtungen der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) sowie Niederlassungen von Baufirmen und Ingenieurbüros in mehreren Bundesländern. An den Durchsuchungen in Köln, Essen, Düsseldorf, Berlin, Erfurt, München, Karlsruhe, Wiesbaden und Dillenburg waren über 200 Polizisten beteiligt.
Die Firmen und Ingenieurbüros sind an den U-Bahn-Bauarbeiten in Köln beteiligt, die am 3. März zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs und zweier Nachbarhäuser geführt haben sollen. Mit der Razzia wollten die Ermittler Beweismittel für ein Gutachten zur Unglücksursache sicherstellen.
Laut Staatsanwaltschaft zeigten sich die Beteiligten kooperationsbereit. Die Strafverfolger ermitteln nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung sowie Baugefährung. Das Ermittlungsverfahren richtet sich derzeit weiter gegen Unbekannt.
Bei dem Unglück in der Kölner Südstadt waren zwei junge Männer ums Leben gekommen, deren Leichen erst nach tagelanger Suche geborgen werden konnten (Blick.ch berichtete). Das Gebäude des Stadtarchivs, eines der bedeutendsten kommunalen Archive Europas, war in die unmittelbar davor liegende U-Bahn- Baustelle gestürzt. Dabei wurden zahlreiche wertvolle Archivalien unter den Trümmern verschüttet. (SDA/gux)