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Wer sorgte für die Kellerkinder und ihre Mutter, wenn Fritzl in den Ferien in Thailand war?- Dukas
Der Verdacht liegt nahe, dass Josef Fritzl sein Doppelleben nicht ohne Komplizen bewältigen konnte. Wer half ihm bei der Erweiterung des Keller-Verlieses und beim Einbau der 300-Kilo-Eisentür? Wer versorgte die Familie, wenn er sich am Strand in Thailand sonnte? Wie konnte die Tochter ohne medizinische Hilfe seine Kinder zur Welt bringen?
Diese Fragen stellt sich auch die österreichische Polizei. Bei ihren Ermittlungen interessiert sie sich insbesondere für die elektronisch gesteuerte Stahltür zum Keller-Verlies. «Wir haben ein Gutachten zu dieser imposanten Tür und ihrem Schliessmechanismus angefordert», sagt der Leiter des Landeskriminalamtes von Niederösterreich Franz Polzer.
Das Verlies sollte ursprünglich nur aus einem Raum bestehen. Fritzl hatte es Ende der Siebzigerjahre mit Genehmigung der Behörden als Schutzraum gebaut. Weitere Räume seien nach der Geburt der Kinder hinzugefügt worden, so Polzer. Nur: Wo brachte Fritzl die eingesperrten Kinder und ihre Mutter während der Bauarbeiten unter? Wie konnte der Umbau ohne Mitwisser über die Bühne gehen? Es ist schwer vorstellbar, dass Ehefrau Rosemarie von alledem nichts mitgekriegt hat.
DNA-Untersuchungen haben jetzt bewiesen, dass das Inzest-Monster der leibliche Vater ist von den Kindern seiner Tochter. In der Nervenklinik Amstetten-Mauer wurde die Familie mittlerweile zusammengeführt: Tochter Elisabeth Fritzl, die beiden Kellerkinder und ihre drei Geschwister, die bei den Grosseltern aufwachsen durften.
Josef Fritzl sitzt im Gefängnis von St. Pölten in Untersuchungshaft. (SDA/noo)