Wer gucken will, braucht eine Erlaubnis Israel will landesweiten Porno-Filter

Israel arbeitet ein pikantes Gesetz aus: Internet-Provider sollen standardmässig «anstössige» Inhalte filtern. Wer vollen Zugang zum Netz will, muss das beantragen – und landet dafür auf der Porno-Liste.

Blick auf den Tempelberg in Jerusalem. play

Blick auf den Tempelberg in Jerusalem.

AP Photo/Sebastian Scheiner

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Wer in Israel Internet-Pornos anschauen möchte, muss vielleicht bald um Erlaubnis fragen. Das für neue Gesetze zuständige Minister-Komitee hat gestern einen entsprechenden Entwurf präsentiert.

Demnach müssten Internet-Provider Websites mit pornographischem und anderem «anstössigen» Material bei ihren Kunden standardmässig blockieren. Damit sollen Jugendliche vor schädlichen Inhalten geschützt werden.

Porno-Paragraph kommt vors Parlament

Das Gesetz sieht vor, dass jeder, der den vollen Zugang zum Internet haben möchte, bei seinem Provider eine Abschaltung des Filters beantragen muss – sei dies schriftlich, mit einem Anruf oder auf der Website. Kritiker befürchten, dass auch andere Seiten auf dem Index landen könnten. Solche zum Thema Brustkrebs zum Beispiel.

Ausserdem stelle es eine Verletzung der Privatsphäre dar, dass Internetnutzer Unternehmen um Zugang zu bestimmten Websites bitten müssen. Was, wenn Listen von Porno-Konsumenten an die Öffentlichkeit gelangten und Betroffene deshalb in Schwierigkeiten geraten?

Ob das Gesetz tatsächlich in Kraft tritt, muss nun die Knesset, das Parlament, entscheiden. (rey)

Publiziert am 10.11.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
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5 Kommentare
  • Andreas  Ruuska 11.11.2016
    Jede Religion hat eine Leidenschaft, welche mit Eifer sucht was Leiden schafft. (Was auch grundsätzliche die Basis einer jeden Religion ist). Wir werden erst Ruhe auf diese Erde haben wenn all diese irrsinnigen Gemeinschaften abgeschafft werden. Religion ist Privatsache und gehört nicht in die Öffentlichkeit und UNBEDINGT getrennt vom Staat.
  • Stefan  Rüttimann 11.11.2016
    Ist es nicht erstaunlich, dass trotz den grossen sexuellen Freiheiten die wir heute haben die Probleme in der Sexualität bei vielen nicht ab, sondern eher zugenommen haben!? Irgendwie scheint es, dass "Freiheit ohne Grenzen" auch nicht "alles" ist. Ob es für unsere Kinder (und uns) für unsere Sexualität hilfreich ist, wenn wir die vielfach frauenverachtenden Menschenbilder der Pornos in uns aufnehmen wage ich zu bezweifeln!
  • Lorenz   Müller 10.11.2016
    Das heisst, zu Letzt schauen dann nur noch die Politiker und die extrem Gläubigen Pornos. So lief es schon immer und die religiös Konservativen hätten das gerne wieder zurück. So wie vor 500 Jahren, da mussten die Menschen keusch und zurückhaltend sein, während die Päpste eine Mätresse nach der anderen schwängerten.
    • Andreas  Jäggi aus Solothurn
      11.11.2016
      Richtig Lorenz. Du bringst es voll auf den Punkt. Und zudem; Leute bevormunden was sie zu schauen haben ist natürlich Diktatorisch. Viele Menschen sind immer noch der Meinung, Pornos seien schlecht. Falsch, in jedem zweiten oder dritten Schlafzimmer wird er betrieben. Und das ist schön so. Brutale Krimiszenen auf dem Bildschirm sind sicher gefährlicher für naive Menschen.
  • carlos  zapato aus St. Gallen
    10.11.2016
    Nicht weit entfernt von radikal-islamistischen oder erz-katholischen Forderungen. Nur weiter so.