Weil sie ins Altersheim müssen 200 Betagte wollen lieber Sterbehilfe

ZÜRICH - Viele Betagte wollen lieben sterben, als in Altersheim zu ziehen. Die Sterbehilfe-Organisation Exit verzeichnet steigende Anfragen von alten Leuten.

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Die Organisation Exit verzeichnet jährlich 100 bis 200 ernsthafte Anfragen für Sterbehilfe von hochbetagten Menschen, die nicht mehr lange allein in den eigenen vier Wänden leben können. Bernhard Sutter von Exit sagt: «In diesen Fällen ist es häufig so, dass das Ende des eigenständigen Lebens auch das Ende des Lebenswillens darstellen kann.» Der Heimeintritt sei nie der einzige Grund.

Stets sei es ein chronisches Leiden, das diesen Schritt nötig mache und dadurch den Sterbewunsch auslöse. Dazu kommt die steigenden Kosten, die auf den Betagten lasten.

Die neuesten Zahlen zeigen, dass mittlerweile 53 Prozent der Bewohner von Altersheimen auf Ergänzungsleistungen des Staates angewiesen sind. Insgesamt überwies die Allgemeinheit letztes Jahr 1,7 Milliarden Franken Ergänzungsleistungen für die Altersheime, 300 Millionen mehr als 2008.

Zuschüsse erhalten auch viele Bewohner von privaten, gewinnorientierten Heimen. Für Thomas Heiniger, Gesundheitsdirektor des Kantons Zürich ist deshalb klar: «Wer sich ein teures Heim und damit einen zusätzlichen Komfort leisten will, soll dies tun, aber nicht zulasten der Gemeinschaft. Wer es nicht mehr bezahlen kann, muss in ein Heim wechseln.»

Publiziert am 05.10.2014 | Aktualisiert am 05.10.2014
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24 Kommentare
  • Ernst  Blum aus Aarburg
    06.10.2014
    aus diesem Grund habe ich mich nach Thailand abgesetzt. Bin nun 66 Jahre alt habe einen lieben Lebenspartner der mich wenn ich krank werden sollte und pflege brauche mit seiner ganzen Familie gut umsorgen wird. So habe ich keine Angst vor dem Altwerden und vor einer Pflegebedürftigkeit. Wie die Asiaten mit uns alten Menschen umgehen darf ich jeden Tag aufs neue erfahren. Hier gibt es noch die Mehrgenerationshaushalte wie früher in der Schweiz. Schön hier alt zu werden!!!!!
  • Peter  Hug , via Facebook 06.10.2014
    wir wurden auch nicht gefragt ob wir auf diese welt kommen wollten.....also habe ich als einer der ersten Exit auf Lebzeiten mit notariel beglaubigter Person zur Ausführung meines letzten willens bestimmt.heute bin ich 65 jahre jung und lebe zu frieden in Spanien.....das wissen ich werde nie im Spital an eine Maschine angeschlossen oder in ein Altersheim gespert gibt mir Lebensfreude und viel Selbstvertrauen....
  • Markus  Meier aus Zürich
    06.10.2014
    Guten Morgen,

    Viele Leute finden sich einsam, aber; viele haben während dem Arbeitsleben nur das Geld, die Karriere etc im Blickpunkt, Frauen oft nur Ihre Kinder, nach 65 Jahren fehlt diesen einfach ein Hobby oder die finanziellen Möglichkeiten, sind eingeschränkt.
    Viele Leute möchten Ihre alten Eltern gar nicht zu Hause haben, lieber etwas shoppen, e-mailen und Internet surfen...Oft wie bei Tieren, wenn kein Gebrauch mehr, ab ins Tierheim, sprich Altersheim....
    Eine Kosten/Nutzen Rechnung
  • Hans  Jud aus Weggis
    06.10.2014
    Rettungswesen, Altersheime... alles Riesengeschäft.

    Die Menschen werden x-mal "gerettet" bis es wirklich nichts mehr zu retten gibt. Bis dahin kostet dieser Mensch viel Geld - von der Allgemeinheit. Was soll das? Warum dürfen wir nicht mehr sterben, wenn es Zeit dazu ist?
    Der EXIT sagt man oft nach, man dürfe nicht Gott spielen. Was machen denn die Aerzte, welche Totgeweihte "retten"?
  • valeria  foletti 06.10.2014
    Ich finde es ist eine gute Loesung. Mehr als slt kann man nicht werden! Und es grau mir zu denken, dass ich auf den Kosten der Jungen noch lange und ohne Aussicht leben koennte.