Weil er Arabisch sprach Delta Air Lines wirft YouTube-Star aus Flugzeug

Weil er vor dem Start von London nach New York in seiner Muttersprache telefonierte, soll der bekannte YouTuber Adam Saleh aus dem Flugzeug geworfen worden sein. Doch an seiner Version kommen Zweifel auf.

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Weil Adem Saleh (22) mit seiner Mutter kurz vor Abflug auf Arabisch telefonierte, musste er die Maschine verlassen – das zumindest behauptet der Youtube-Star. «Wir werden aus dem Flugzeug geschmissen, weil wir eine andere Sprache sprechen», sagt der junge Mann im Video, welches er aufnahm, als ihn Flugmitarbeiter aus dem Flieger eskortierten.

 

«Das ist 2016 und Delta Air Lines schmeisst uns raus, weil wir eine andere Sprache sprechen. Ihr Leute seid Rassisten!», so Saleh weiter. «Ihr fühlt euch unwohl, weil ich ein Wort in einer anderen Sprache gesagt habe? Ich kann es nicht glauben.»

Die Reaktionen der anderen Fluggäste waren geteilt. Die einen schwiegen, andere zeigten Unverständnis, einige waren sogar erleichtert und reagierten mit «Goodbye»-Rufen.

Der Tweet wurde bisher fast 700'000 Mal geteilt, auch auf Facebook sorgt der Clip für heftige Diskussionen. An Salehs Version kamen auch Zweifel auf. Denn er ist bekannt dafür, die Leute in seinen Prank-Videos mit seinem Arabisch zu verunsichern. Eine Userin schreibt auf Twitter: «Der Typ macht sich einer Karriere daraus, in Flugzeugen eine Szene zu machen». Ein Screenshot zeigt mehrere entsprechende Videos.

 

Delta Air Lines äusserte sich in einem Statement: «Zwei Passagiere wurden aus dem Flugzeug entfernt und umgebucht, nachdem eine Lärmbelästigung in der Kabine zu über 20 Beschwerden von Fluggästen geführt hat.» Man leite eine Überprüfung des Vorfalls ein. Später folgte ein detaillierteres Statement der Airline: Die beiden Passagiere hätten sich sehr provokativ verhalten und geschrien, deshalb hätte man sie aus dem Flugzeug eskortiert.

 

Mit einer anderen Maschine und einigen Stunden Verspätung flog Adem Saleh doch noch nach New York, wo er sich mit seinem Anwalt treffen will. Er versichert gegenüber der «Washington Times»: Diesmal war es kein Scherz. (gru/rey)

Publiziert am 22.12.2016 | Aktualisiert am 29.12.2016
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  • Christian  Meier 22.12.2016
    Super reagiert vom Flugpersonal. Ich als Mitpassagier wäre auch froh gewesen, dass diese Typen aus dem Flieger geholt werden. Sorry, für solche "Spässe" wenn es denn tatsächlich einer gewesen sein sollte, ist definitv nicht die richtige Zeit. Voll selber schuld und kein Grund, zum Jammern.
  • peter  Schaad 22.12.2016
    Behauptet der "Youtube-Star". Danke Blick, das nenne ich effizienten Journalismus. Danach war mir eigentlich der Sachverhalt klar.
    Aber noch ergänzend: Die Fluggesellschaft darf natürlich störende Gäste rausnehmen. Bei möglicher Gefahr muss sie das sogar. Rausnehmen wird nur gemacht, wenn es nötig ist, da es Verzögerung und Mehraufwand bedeutet. Wenn 20 Leute reklamieren liegt wohl tatsächlich ein Grund vor. Dabei ist die FG noch kulant und lässt ihn in einer späteren Maschine mitfliegen.
  • Anselm-Gilbert  Karlen aus Naters
    22.12.2016
    Bei der Buchung eines Fluges geht man mit der Gesellschaft einen Vertrag ein, man bezahlt und muss gewisse Verhaltensweisen respektieren. Wenn dem nicht so ist, wird der Vertrag aufgelöst oder angepasst. D.h. man wird umgebucht, bzw. aus dem Flugzeug geschmissen. Dass gilt für alle, die Englisch, Deutsch oder auch Arrabisch sprechen. Auch Trunkebolde usw. wurden bereits aus dem Flugzeug geschmissen. Wer das nicht akzeptieren will soll mit dem Schiff gehen, dort verträgt es ein bisschen mehr.!!
  • Roger  Hofstetter 22.12.2016
    Nun, was jetzt wahr ist oder nicht, wird, oder wird nicht, ans Licht kommen. Ich fühle mich ein wenig an "Peter und der Wolf" erinnert. Herr Saleh macht sich offensichtlich einen Spass daraus, mit den Vorurteilen gegen arabisch aussehende Mneschen zu spielen, Reaktionen zu provozieren. Also wenn das diesmal keiner dieser "Pranks" war, dann ist halt der Schuss nach hinten losgegangen. Und nicht jeder kennt den YouTube"Star".
  • Elsbeth  Schmid 22.12.2016
    Finde ich grossartig, dieser Typ beherrscht die englische Sprache. Ich würde mich auch unwohl fühlen, wenn plötzlich einer lautstark eine Allah Akbar Sprache spricht. Ich traue keinem mehr über den Weg. Ich fühle mich alleine durch diese Sprachen bedroht, weil bereits soviel Unheil durch solche Menschen verbreitet worden sind. Ich kann nicht mehr erkennen, schlecht oder gut. Diese Angst fühle ich bereits bei uns in der Schweiz während einer Bahnfahrt oder in grossen Kaufhäusern.
    • Reto  Scherraus-Fenkart aus S. Tome
      22.12.2016
      Sie fühlen sich wohler, wenn sie von einem in die Luft gejagt werden, der fliessend Englisch spricht..? Glauben Sie mir, wenn einer was plant, dann kündigt er es nicht vor Start der Maschine an. Arabisch ist tatsächlich eine, fuer unser Ohr, nicht sehr wohl- aber dafür lauttönende Sprache und die tragischen Geschehnisse der letzten Jahre helfen wirklich nicht, uns diese kulturell wertvolle Sprache näher zu bringen. Dass der Mann mit seiner Mutter in der Muttersprache spricht, ist wohl in Ordnung