Weil E-Autos zu leise sind Künstlicher Motorenlärm für Tesla & Co.

Tesla und andere Elektroautos müssen in den USA bald künstliche Motorengeräusche von sich geben. Aus Sicherheitsgründen.

Das wohl berühmteste Elektroauto: Ein Tesla (Modell P90D) bei einer Präsentation in Los Angeles. play
Das wohl berühmteste Elektroauto: Ein Tesla (Modell P90D) bei einer Präsentation in Los Angeles. Imago

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Elektroautos sind heimtückisch. Weil sich Fussgänger, Velofahrer und Autofahrer im Verkehr zu einem grossen Teil auf ihr Gehör verlassen, kommt es mit den geräuscharmen Strom- und Hybrid-Fahrzeugen häufiger zu Unfällen als mit Benzinern.

Besonders gefährlich sind Elektroautos bei langsamer Fahrt, weil dann auch die Rollgeräusche der Reifen kaum hörbar sind. Eine Untersuchung in den USA hat gezeigt, dass es mit Hybridautos bei gemässigtem Tempo zu doppelt so vielen Fussgängerunfällen kommt wie bei Fahrzeugen mit herkömmlichem Motor.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde hat deshalb jetzt künstlich erzeugte Geräusche für Elektro- und Hybridautos zur Pflicht erklärt. Die Hersteller müssen bald ein sogenanntes Acoustic Vehicle Alert System (Avas) in ihre Modelle einbauen.

Hören so wichtig wie sehen

«Wenn künftig mehr leise Elektro- und Hybridautos auf den Strassen unterwegs sind, wird es wichtig sein, dass Fussgänger diese Fahrzeuge nicht nur sehen, sondern auch zuverlässig hören können», sagt der amerikanische Verkehrsminister Anthony Foxx. Das gelte insbesondere für Blinde und Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen, die sich zu Fuss fast ausschliesslich auf akustische Signale verlassen müssen.

Konkret sollen bei Elektroautos ein elektronischer Tongenerator und an der Unterseite der Karosserie ein wasserdichter Lautsprecher eingebaut werden. Wie die Autos schliesslich tönen sollen, ist nicht klar. Gut möglich, dass es je nach Land unterschiedlich sein wird – die entsprechenden Vorschriften werden wohl nicht überall die gleichen sein.

Für einige Unfallforscher ist jedoch klar, dass Piepsgeräusche nicht geeignet sind. Um die erhoffte Wirkung zu erzielen, brauche es ein realistisches Motorengeräusch. (noo)

Publiziert am 25.11.2016 | Aktualisiert am 25.11.2016
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20 Kommentare
  • Kevin  Wyss aus Gwatt
    26.11.2016
    Wenn ich denke wie Blind manche Menschen über die Strasse Laufen verwundert mich gar nichts. Mit dem LKW hatte ich auch schon die eine oder andere brenzlige Situation. Z.B als eine Frau mit Kinderwagen auf dem Trottoir zu einen Fussgängerstreifen und ohne über die Schulter zu schauen einfach 90° kehrt machte und den Kinderwagen halb auf die Strasse schob. Ich konnte die Kollision nur durch eine Vollbremsung verhindern. Und Nein sie hat es zu keiner Zeit angekündigt.
  • Chrigel  Neff aus St. Gallen
    26.11.2016
    Audi simuliert heute schon bei Diesel Limousinen einen V8 Benziner nach. Nicht damit mans hört, nein, weils einfach besser klingt.
  • Hans  Rohrer aus Sachseln
    26.11.2016
    Früher hatte man grosse Angst vor den neuen "Eisenbahnen". Denn wenn die an den Kuhherden vorbei donnern, werden die armen Kühe sicher weniger Milch geben.
    Konsequent wäre nun, auch jedem Fahrrad ein Motorengeräusch einzubauen.
  • Patrice  Bouvier 26.11.2016
    @Peter Leo
    Klar hat mein Auto eine Hupe. Hätte ich ihn anhupen sollen um ihn zu Tode zu erschrecken? Ich habe schön brav gewartet bis er die Strasse überquert hatte.
    Mit E-Autos muss man automatisch entsprechend übervorsichtig unterwegs sein sobald Fussgänger und Velofahrer unterwegs sind. Speziell bei Kindern (oder eben Sehbehinderten) muss auch für sie denken, da man mit dem E-Auto nicht wahrgenommen wird. Bei den Kopfhörerträgern bringt auch ein V8 ohne Schalldämpfer nichts...
  • Patrick  Smart 26.11.2016
    Fussgänger und Velofahrer hören nur ein Geräusch, das vom Kopfhörer!
    Es sollte beim Tram und beim Auto eine Hupe (App) eingebaut werden, deren Ton direkt via Swisscom Netz etc. ins Handy brüllt...