Weil Alkohol zu teuer war 33 Russen wegen Parfüm-Badezusatz tot

In Sibirien sind 33 Menschen gestorben, nachdem sie parfümierten Badezusatz getrunken haben. Sie waren offenbar auf der Suche nach Alkohol.

Die Finanzkommission ist mit dem totalrevidierten Alkoholgesetz unzufrieden (Symbolbild) play
Weil sich viele Alkohol nicht leisten können, greifen manche zu giftigen Ersatzmitteln. CHRISTIAN BEUTLER

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Genf, Sydney, Washington Frauen marschieren gegen Trump
2 Sie spielten Billard, als die Schneewalze kam Hotel-Kinder überlebten...
3 Trump erträgt die Wahrheit nicht «Noch nie wohnten so viele Menschen...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
76 shares
Fehler
Melden

In Sibirien sind 33 Menschen gestorben, weil sie auf der Suche nach billigem Alkohol parfümierten Badezusatz getrunken haben. Nach Behördeangaben vom Montag liessen sich am Wochenende insgesamt 54 Menschen ärztlich behandeln, nachdem sie die mit giftigem Metyhalkohol versetzte Flüssigkeit getrunken hatten.

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew sprach von einer «absoluten Schande» für das Land. Viele arme Bewohner der ehemaligen Sowjetunion greifen auf alkoholhaltige Parfüms, Gesichtswasser, Haushaltsreiniger oder Selbstgebranntes zurück, weil sie sich alkoholische Getränke nicht leisten können.

Alkohol wurde teurer

Seit einer Preiserhöhung bei alkoholischen Getränken im vergangenen Jahr, mit der die Behörden den Alkoholismus eindämmen wollen, hat sich der Schwarzmarkthandel ausgeweitet. Viele der dort angebotenen Getränke sind gepanscht.

Der nun in Sibirien konsumierte Badezusatz war laut Behörden deutlich als nicht zum Verzehr bestimmt gekennzeichnet, wurde aber dennoch wie Alkohol getrunken.

Im Zusammenhang mit dem Vorfall gab es zwei Festnahmen. Zudem wurden Geschäfte, die den Badezusatz verkauft hatten, durchsucht. 500 Liter des Mittels wurden beschlagnahmt. Regierungschef Medwedew ordnete an, das Problem müsse «geregelt» werden. (SDA)

Publiziert am 19.12.2016 | Aktualisiert am 19.12.2016
teilen
teilen
76 shares
Fehler
Melden