Weihnachtsfrieden ELN in Kolumbien soll Waffen ruhen lassen

BOGOTA - Die kolumbianische Regierung hat der Guerillagruppe Nationales Befreiungsheer (ELN) einen Weihnachtsfrieden vorgeschlagen. Die Rebellen könnten eine von ihnen erbetene Bedenkzeit bis zum 10. Januar gut für eine «einseitige Waffenruhe» nutzen.

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Der kolumbianische Unterhändler Juan Camilo Restrepo schlägt den ELN-Rebellen einen Weihnachtsfrieden vor. (Archivbild) KEYSTONE/EPA EFE/MAURICIO DUENAS CASTANEDA

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Das erklärte der Regierungsunterhändler Juan Camilo Restrepo am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die kolumbianische Regierung hatte Ende Oktober den Beginn von Friedensverhandlungen mit der ELN in letzter Minute verschoben. Die Verhandlungen soll erst nach der Freilassung einer Geisel beginnen. Die ELN wiederum verlangt, dass zwei inhaftierte Rebellenkämpfer begnadigt werden.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos wurde für seinen Einsatz für die Beendigung des seit mehr als 50 Jahren andauernden Konflikts mit der grössten Rebellengruppe des Landes, den Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC), am Samstag in Oslo der diesjährige Friedensnobelpreis verliehen.

Vor zwei Wochen entschieden

Die Verhandlungen mit der FARC hatten vier Jahre gedauert. Vor knapp zwei Wochen machte das Parlament den Weg für eine Umsetzung des Friedensabkommens vom 24. November zwischen der Regierung und der FARC frei. Ein erstes Friedensabkommen war in einem Volksentscheid am 2. Oktober gescheitert.

Die ELN hatte ebenso wie die FARC 1964 im Kampf gegen Grossgrundbesitzer und die Regierung zu den Waffen gegriffen. Im Konflikt zwischen der Armee, ultrarechten Paramilitärs sowie der FARC-Guerilla und anderen linken Rebellen wurden mehr als 260'000 Menschen getötet. Mehr als 60'000 Menschen gelten als vermisst, weitere 6,9 Millionen wurden in die Flucht getrieben. (SDA/stj)

Publiziert am 12.12.2016 | Aktualisiert am 12.12.2016
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