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Die mehreren Dutzend Christen, die zu einer Minderheit von 3000 Personen unter 1,5 Millionen Moslems im Gazastreifen gehören, können dank des Entgegenkommens der Israeli an den traditionellen Weihnachtsfeiern in Betlehem teilnehmen.
Der Schritt ist ein seltenes Zugeständnis Israels: Seit die islamistische Hamas im Juni die Kontrolle über den Gazastreifen übernahm, wurden die Grenzkontrollen für die Bewohner des Gebiets verschärft. Selbst vielen Schwerkranken verwehrten die Sicherheitskräfte die Ausreise zur Behandlung in israelischen Spitälern.
Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas sagte in Bethlehem, er hoffe, dass das kommende Jahr eine Periode der Sicherheit und wirtschaftlichen Stabilität sein werde. «Wir beten, dass das nächste Jahr für die Palästinenser das Jahr der Unabhängigkeit sein wird», sagte Abbas.
Unterdessen versammelten sich im Geburtsort Jesu Tausende Pilger sowie zahlreiche Politiker und religiöse Würdenträger zu einem Weihnachtsgottesdienst. Angesichts der verbesserten Sicherheitslage im Westjordanland sind viele Hotels in der Stadt erstmals seit sieben Jahren zu den Feiertagen ausgebucht.
Allerdings erreichen die Touristenzahlen nach Angaben örtlicher Behördenvertreter nach wie vor nur 60 bis 70 Prozent des Standes vor Beginn der zweiten Intifada (des palästinensischen Aufstands) im Herbst 2000. Insgesamt wurden etwa 60000 Pilger erwartet – vor allem in Bethlehem und Nazareth. (SDA/hhs)