Wegen Streit zwischen Russland und der Türkei Swissôtel in Moskau macht dicht

MOSKAU (RUS) - Mit ihren Hotels trägt die Kette das gute Image der Schweiz in die Welt hinaus. Doch in Russland sorgt Swissôtel gerade für ein weiteres, unschönes Kapitel in den angespannten Beziehungen zwischen der Türkei und dem Kreml.

Das Swissôtel in Moskau nimmt momentan keine Buchungen mehr entgegen. play

Das Swissôtel in Moskau nimmt momentan keine Buchungen mehr entgegen.

Swissôtel

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Ärger mit China Trump telefoniert mit Taiwan
2 1 Million Sicherheitskosten pro Tag! New Yorker wollen Melania Trump...
3 Auf dem Heimweg vergewaltigt und getötet Die letzten Momente im...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
27 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

Es ist eines der nobelsten und auffälligsten Hotels in Moskau. Mit seinem Leuchtturm-ähnlichen Bau direkt an der Moskwa gehört das Fünf-Sterne-Hotel zu den Prunkstücken unter den weltweit über 30 Swissôtels. Seit rund einer Woche nimmt das Hotel aber keinerlei Zimmer-Reservierungen mehr entgegen. Grund dafür sind die anhaltenden Spannungen zwischen Russland und der Türkei.

Als Reaktion auf den im vergangenen November von der Türkei abgeschossenen russischen Kampfjet hat Russland diverse Sanktionen gegen türkische Unternehmen beschlossen (BLICK berichtete). Darunter leidet auch das Swissôtel in der russischen Hauptstadt. Dieses gehört dem türkischen Enka-Unternehmen und ist somit auch von den Strafmassnahmen des Kremls betroffen.

Russland verbietet Import von türkischen Lebensmitteln

«Momentan stehen wir mit den Behörden in Kontakt um herauszufinden, inwiefern uns die Wirtschaftssanktionen genau betreffen», sagt Swissôtel-Sprecherin Eva-Maria Panzer gegenüber dem russischen Nachrichtensender RBC. Momentan bedient das Hotel nur noch Gäste, welche ihren Aufenthalt vor dem 30. Dezember gebucht haben.

Seit der Verabschiedung eines Sanktionen-Pakets verbietet Russland unter anderem die Einreise von Türken ohne Visum sowie den Import von zahlreichen türkischen Lebensmitteln, schreibt die «Moscow Times».

Swissôtel war 1980 aus einer Kooperation zwischen der Swissair und Nestlé entstanden. Im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus eine weltweit agierende Hotel-Kette im Luxusbereich. (cat)  

Publiziert am 07.01.2016 | Aktualisiert am 07.01.2016
teilen
teilen
27 shares
5 Kommentare
Fehler
Melden

5 Kommentare
  • süleyman  kovanci 07.01.2016
    Die russen können es einfach nicht verkraften das die türken deren jet vom himmel geholt haben,desweiteren benehmen sich die russen ,wie kleinkinder deren man das spielzeug weggenommen hat .
    • Pascal  Meier 08.01.2016
      Ist auch nicht gerade ein Kavaliersdelikt einen Piloten zu lynchen, er hatte Familie und hat sein Leben riskiert, dass in Syrien wieder Friede einkehrt. Ich bin aber zu 100 Prozent auf der Seite von Russland und das obwohl ich Schweizer bin.
  • werner  widmer aus russikon
    07.01.2016
    Was hat das noch mit Swiss zu tun? Besitzer Türke, Ort Russland.
  • steff  walther 07.01.2016
    Swissôtel ist mit Swiss zu vergleichen! Von Swissar gegründet wurde die Kette mittlerweile nach Kanada an die Fairmont Raffles Holding International FRHI verkauft. Hauptsitz, steuertechnisch !?! in Kloten, ist dennoch wie die Swiss keine CH-Firma.
    • Peter  Siegenthaler aus Male
      07.01.2016
      Und erst kuerzlich wurde bekannt dass ACCOR Swissotel uebernimmt, also franzoesich ist oder wird