Wegen Bestechung Russischer Wirtschaftsminister verhaftet

MOSKAU (RUSSLAND) - Der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew ist wegen der angeblichen Annahme von zwei Millionen US-Dollar Schmiergeld festgenommen worden.

Der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew wurde verhaftet. (Archiv) play
Der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew wurde verhaftet. (Archiv) KEYSTONE/EPA/MAXIM SHIPENKOV

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Alexei Uljukajew habe dieses Geld für eine «positive» Bewertung erhalten, sagte das Staatliche Ermittlungskomitee in Moskau in der Nacht zum Dienstag mit.

Der Minister sei bei einem Einsatz des russischen Geheimdienstes FSB festgenommen worden, teilte die Ermittlungsbehörde mit. Er habe das Schmiergeld am Montag entgegen genommen. Es werde nun bald Anklage erhoben; Uljukajew drohten zwischen acht und 15 Jahren Gefängnis.

Eine Sprecherin der Behörde, Swetlana Petrenko, sagte der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, Uljukajew sei auf frischer Tat ertappt worden. «Es handelt sich um Erpressung, um von Rosneft-Vertretern Schmiergeld zu bekommen in Verbindung mit Drohungen», sagte Petrenko.

Uljukajew ist der Politiker mit dem höchsten Rang, der seit 1991 verhaftet wurde.

Kommission direkt Putin unterstellt

Die Untersuchungskommission, die direkt an Präsident Wladimir Putin berichtet, erklärte, sie werde die Anklagepunkte bald veröffentlichen. Uljukajew sei direkt nach seinem Verhör festgenommen worden, sagte ein Mitglied der Kommission der Nachrichtenagentur Reuters.

Der frühere stellvertretende Nationalbankchef Uljukajew ist seit 2013 Minister für wirtschaftliche Entwicklung. Er gilt als einer der liberalen Spezialisten, die Russlands Wirtschaft trotz Krise am Laufen halten.

Russland hatte die Pläne zur Teilprivatisierung von Bashneft im Sommer vorübergehend auf Eis gelegt, weil sie für Unruhe in Wirtschaft und Politik sorgten. Umstritten war, ob der ebenfalls staatlich gelenkte Konzern Rosneft überhaupt für Bashneft bieten darf. Rosneft hatte im Oktober 50 Prozent an Bashneft für 330 Milliarden Rubel (fünf Milliarden Dollar) übernommen. (SDA/stj)

Publiziert am 15.11.2016 | Aktualisiert am 15.11.2016
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  • Klaus  Wimmer aus Biel
    15.11.2016
    Da steckt sicher mehr dahinter, als ein bisschen Bestechung. Diese ist in ja Russland sonst ganz normal.