Wegen Hackerangriffen aus Russland Trump macht CIA lächerlich

WASHINGTON - Ein interner Bericht des US-Geheimdienstes CIA kommt laut einem Zeitungsbericht zu dem Schluss, dass Russland die US-Präsidentschaftswahl beeinflusst hat, um dem Unternehmer Donald Trump zum Sieg zu verhelfen.

Der CIA vermutet, dass sich russische Hacker in den US-Wahlkampf eingemischt haben. Mit gehackten Mails der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton beeinflussten sie den Wahlkampf zugunsten von Donald Trump. (Archivbild) play
Der CIA vermutet, dass sich russische Hacker in den US-Wahlkampf eingemischt haben. Mit gehackten Mails der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton beeinflussten sie den Wahlkampf zugunsten von Donald Trump. (Archivbild) Keystone/AP/ANDREW HARNIK

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Wie die «Washington Post» am Freitag (Ortszeit) berichte, versorgten Insider mit Verbindungen nach Moskau die Enthüllungsplattform Wikileaks mit gehackten Emails der Demokratischen Partei von Trumps unterlegener Rivalin Hillary Clinton. Trumps Team wies den Bericht zurück.

Nach Einschätzung der Geheimdienstler sei es Ziel Russlands gewesen, «Trump zur Wahl zur verhelfen», zitierte die Zeitung einen US-Beamten. Dies sei «allgemeiner Konsens» in Geheimdienstkreisen. Dem «Washington Post»-Bericht informierten CIA-Beamte vor wenigen Tagen ranghohe Mitglieder des Senats über ihre Schlussfolgerungen.

Trumps Team wies die Schlussfolgerungen der Geheimdienstler zurück. «Dies sind dieselben Leute, die gesagt haben, Saddam Hussein habe Massenvernichtungswaffen», hiess es in einer am Freitagabend verbreiteten Erklärung.

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte am Freitag eine umfassende Untersuchung der Hackerangriffe während des Präsidentschaftswahlkampfs angeordnet. Die Ergebnisse sollen noch vor Ende seiner Amtszeit am 20. Januar vorliegen.

Der Wahlkampf der gegen Trump unterlegenen Demokratin Clinton war durch die Cyberangriffe torpediert worden. Durch die Attacken kamen vertrauliche E-Mails aus der Parteizentrale der Demokraten sowie aus dem Mailkonto von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta ans Licht.

US-Geheimdienstkoordinator James Clapper sowie das Ministerium für innere Sicherheit hatten die russische Regierung bereits Anfang Oktober - also einen Monat vor der Wahl - beschuldigt, hinter den Hackerangriffen zu stecken. Moskau wies dies als «Unsinn» zurück. (SDA)

Publiziert am 10.12.2016 | Aktualisiert am 10.12.2016
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