Wegen grösstem Teleskop der Welt 9000 Chinesen müssen umziehen

In Südchina sollen mehr als 9000 Menschen umgesiedelt werden, damit das grösste Radioteleskop der Welt seine Arbeit aufnehmen kann. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag berichtete, müssten Bewohner der Provinz Guizhou ein Gebiet von fünf Kilometern um das Teleskop verlassen.

Mit einem Schüssel-Durchmesser von 500 Metern wird die auch «FAST» genannte Anlage das bisher grösste Radioteleskop in Puerto Rico ablösen. play

Mit einem Schüssel-Durchmesser von 500 Metern wird die auch «FAST» genannte Anlage das bisher grösste Radioteleskop in Puerto Rico ablösen.

Twitter/Chris Hadfield

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Die Räumung des Gebiets soll elektromagnetische Störungen beim Betrieb des Teleskops verhindern. Mit einem Schüssel-Durchmesser von 500 Metern wird die auch «FAST» genannte Anlage das bisher grösste Radioteleskop in Puerto Rico ablösen.

Radioteleskope zeichnen Strahlung aus den Tiefen des Weltalls auf. Durch die Daten erhoffen sich Wissenschaftler neue Erkenntnisse über das Universum. Zudem soll das neue Teleskop das internationale SETI-Projekt bei der Suche nach ausserirdischem Leben unterstützen. Das Teleskop, dessen Bau vor fünf Jahren begann, soll laut Planung Ende September in Betrieb genommen werden.

Das Teleskop während des Baus. play

Das Teleskop während des Baus.

Twitter/David Brin

Nach Angaben von chinesischen Staatsmedien werden die betroffenen Anwohner in neue Wohnungen umgesiedelt und erhalten eine Entschädigung von 12'000 Yuan (1776 Franken).

Menschenrechtsorganisationen kritisierten in der Vergangenheit immer wieder, dass es bei Zwangsumsiedlungen in Chinas ländlichen Regionen oft zum Einsatz von Gewalt komme und Entschädigungszahlungen zu gering ausfielen. (SDA)

Publiziert am 16.02.2016 | Aktualisiert am 16.02.2016
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9 Kommentare
  • timo  schenker 16.02.2016
    Im Gegensatz zum Museum Schweiz wird in China die Infrastruktur erweitert. 9000 müssen umziehen, ja, unschön, aber wieviele profitieren von dieser Installation? Also...
  • Mac  Weber 16.02.2016
    Des Profites wegen gehen die Chinesen eiskalt über Leichen.
    Immer mehr, immer grösser. Alles auf Kosten der Mitmenschen!
  • Regula  Rauber aus Ackerland
    16.02.2016
    500 Meter Durchmesser? Diese "Schüssel" auf dem Bild ist bestimmt nicht so gross.
    Dass für so Etwas wieder Menschen umgesiedelt werden ist schade. Ich hoffe, dass sie mindestens etwas Gleichwertiges erhalten werden!
    • Thomas  Hager aus Luzern
      16.02.2016
      Die Schüssel auf dem Bild ist die in Puerto Rico wie in der Bildunterschrift steht.
  • Ronald  Schmid aus Miami
    16.02.2016
    Die Chinesen haben noch nicht gemerkt dass diese Form von Gross-Teleskop veraltet ist. Heute baut man synchronisierte Reihen von Antennen.
    • steff  walther 16.02.2016
      @schimd, fragt sich doch für was der einsatz der schüssel ist. nicht jede lieneare kann gleich eingesetzt werden wie eine schüssel und umgekehrt. was für die usa gilt, gilt noch lange nicht für die andern!!
  • Peter  Nüesch aus Balgach
    16.02.2016
    ist ja wie bei uns, wenn wegen Stauseen ganze Dörfer unter Wasser gesetzt werden oder Autobahnen oder Anlagen für Eisenbahnen gebaut werden usw., wird dann jeweils auch ganz schön unwohnlich, wenn man nicht grad ein Fisch ist.