Ölpest Wegen der Giftbrühe werden jetzt die Retter krank!

  • Publiziert: 27.05.2010, Aktualisiert: 19.01.2012

WASHINGTON – Die US-Behörden haben alle 125 an den Reinigungsarbeiten im Öl verseuchten Golf von Mexiko beteiligten Fischerboote abgezogen. Bei Seeleuten sind gesundheitliche Probleme aufgetreten.

Die auf drei verschiedenen Schiffen tätigen vier Besatzungsmitglieder litten unter «Schwindel, Kopf- und Brustschmerzen», wie die Küstenwache in einem Communiqué erklärte. Die restlichen Seeleute wiesen keine Symptome auf. Der Rückzug der Fischerboote von den Arbeiten im Golf sei eine «Vorsichtsmassnahme».

Die Gesundheitsbeschwerden der Helfer werfen Fragen nach der Sicherheit bei den Reinigungsbemühungen sowie nach der Giftigkeit der Chemikalie auf, die der britische Ölkonzern BP über dem Golf von Mexiko verstreut hatte, um den Ölteppich zu zersetzen.

Sicherheitsbeauftragte von BP sowie Vertreter der Küstenwache und der Umweltschutzbehörde überprüften den Vorfall. Derzeit versucht BP, das beschädigte Bohrloch im Golf von Mexiko mit einer Art Schlammkanone zu verschliessen.

Der «Top Kill» genannte Einsatz verlaufe «nach Plan», sagte BP-Geschäftsführer Doug Suttles gestern. Seit der Explosion der Bohrinsel «Deepwater Horizon» Ende April strömen täglich hunderttausende Liter Öl ins Meer. BP scheiterte bereits mit mehreren Versuchen, die lecke Ölquelle zu verschliessen. (SDA/gux)

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