Wegen Brexit Schotten sollen erneut über Unabhängigkeit abstimmen

GLASGOW (GB) - Nach dem Brexit will die schottische Regierungschefin Nicoa Sturgeon alles daran setzen, damit das Land in der EU bleiben kann. Das Volk soll deshalb nochmals über die Unabhängigkeit von Grossbritannien abstimmen.

Nach Brexit: Schottland soll erneut über Unabhängigkeit abstimmen play
Will die Unabhängigkeit von Grossbritannien: Nicola Sturgeon KEYSTONE/EPA ITV/MATT FROST/ITV/REX/SHUTTERSTOCK / HANDOUT

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Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon strebt weiterhin eine Unabhängigkeit von Grossbritannien an. Die Regierung in Edinburgh wird kommende Woche einen Gesetzentwurf für ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum veröffentlichen.

Dies kündigte die regierende Schottische Nationalpartei SNP heute beim Parteitag in Glasgow an. Einzelheiten nannte Sturgeon allerdings nicht. 2014 war ein Referendum zur Loslösung von London knapp gescheitert.

Vor allem das britische Brexit-Votum Ende Juni hatte das schottische Unabhängigkeitsstreben weiter angefacht. Die Schotten sind EU-freundlich und hatten mehrheitlich für den Verbleib in der Europäischen Union gestimmt.

Sturgeon versucht in Brüssel eine Lösung zu erreichen, bei der ihr Land weiterhin in der EU bleiben kann. (bau/SDA)

Publiziert am 13.10.2016 | Aktualisiert am 17.10.2016
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7 Kommentare
  • Marc  Schneider 13.10.2016
    Es ist hier vllt. wichtig anzumerken: Den Schotten wurde während der Abstimmung, ob sie unabhängig werden wollen, Angst gemacht, dass sie mit der Unabhängigkeit auch nicht mehr Teil der EU sein werden. Das war eines der Argumente, weshalb sich die Schotten letztendlich für den Verbleib in UK entschieden haben.
    Entsprechend ist es nur logisch, dass die Abstimmung nun erneut durchgeführt wird. Das hat nichts damit zu tun, dass sie sich über die Abstimmungsresultate hinwegsetzen.
  • Ita  Ueli 13.10.2016
    Es ist so schön immer wieder zu lesen, dass alle Politiker das Gefühl haben sie seien die Einzigen die wissen was gut für das gemeine Volk ist und sich über Abstimmungsresultate hinwegsetzen. Sie vergessen dabei ganz einfach wer sie für ihr meist so unsinniges Denken und Handeln fürstlich bezahlt.
    • Henri  Steinlin aus Courchavon JU
      13.10.2016
      @Ita: Sagen nicht welche Politiker sie meinen. Ich vermute aber dass sie Herrn Blocher oder Mr. Farage meinen.
      Dass die Schotten nach dem Brexit nicht weiter beim Königreich bleiben möchten war ja klar. Das erste Referendum ging knapp aus und der Brexit wurde in Schottland ja abgeleht. Nun müssen die Schotten ein zweitesmal wegen der Unabhängigkeit abstimmen und Frua Sturgeon mit der EU verhandeln.
    • Thomas  Hager aus Luzern
      13.10.2016
      Niemand setzt sich über das Abstimmungsresultat hinweg, das Gegenteil ist der Fall denn Schottland hat gegen den Brexit gestimmt. Das Schottland aus Grossbritannien austreten will ist ebenso deren Recht wie das Englands aus der EU auszutreten. Nun erhält Grossbritannien eine EU - Aussengrenze. Grossbritannien wird die schottischen Erdölmilliarden extrem vermissen. Die EU sollte ihre nördliche Grenze schon jetzt vor den englischen Wirtschaftsflüchtlingen schützen. Bald wird Nordirland nachziehen.
  • Claudio  Hammer aus Zürich
    13.10.2016
    Lang lebe ein unabhängiges Schottland das sich von den Brexit-Ewiggestrigen befreien wird! Diesmal klappts mit der Unabhängigkeit!
    •   Reto Markwalder aus Schwyz
      13.10.2016
      Welche Unabhängigkeit? Falls es klappt bleit Schottland in der EU und ist von der abhängig.
      Es klappt so oder so nicht...
    • Henri  Steinlin aus Courchavon JU
      13.10.2016
      @Markwalder: ... das meinn sie. Die Mehrheit der Schotten waren ja gegen den Brexit und werden wohl als eigenständiges, unabhängiges Land weiterhin der EU angehören oder dann wie Norwegen, Island und Liechtenstein dem EWR beitreten. Das wegen der EU ist doch nur rechtspopulistische Propaganda und Schweizerstammtischgeschwätz.