Pipeline-Protest artet aus Wasserwerfer und Tränengas gegen Indianer

Mit schwerem Geschütz ging die Polizei in der Nacht auf heute gegen Demonstranten vor, die gegen den Bau einer Ölpipeline in North Dakota protestierten.

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Der Protest gegen eine geplante Ölpipeline in der Nähe des Standing-Rock-Reservats im US-Bundesstaat North Dakota ist in der Nacht auf heute erneut eskaliert.

Die Polizei ging mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die demonstrierenden Ureinwohner und Umweltschützer vor. Auch Wasserwerfer kamen zum Einsatz.

Sieben Aktivisten im Spital

«Es ist minus fünf Grad da draussen», klagte LaDonna Brave Bull Allard, eine Angehörige des Sioux-Stamms. «Betet für meine Leute.»

Nach Angaben der Aktivisten wurden über 170 Personen verletzt, sieben von ihnen mussten ins Spital.

Das zuständige Sheriff-Departement beschrieb die Stimmung als «sehr aggressiv». Die Einsatzkräfte hätten die Wasserkanonen eingesetzt, weil die Demonstranten Feuer entfacht hätten, sagte ein Sprecher.

Sie protestieren seit April

Mitglieder des Sioux-Stamms von Standing Rock protestieren seit vergangenem April gegen das Pipelineprojekt. Sie befürchten, dass die Ölleitung, die unter dem Missouri River hindurch geführt werden soll, im Fall eines Rohrbruchs das Trinkwasser verunreinigen und das Reservat unbewohnbar machen könnte. 

Zudem seien bei den Bauarbeiten wichtige Grabstätten der Sioux zerstört worden. (bau)

Publiziert am 21.11.2016 | Aktualisiert am 21.11.2016
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  • Annemarie   Setz 21.11.2016
    Es ist eine Schande, wie die Amerikaner mit den eigentlichen Amerikanern, den Ureinwohner umgehen. Man nimmt ihnen Land und Existenz weg, errichtet Pipelines unter ihrem Land, riskiert, dass das Reservat oelverseucht wird. Trump wird die Proteste schon bodigen Auch in andern Ländern wanderten Fremde ein, in Südamerika raubten sie den Einwohnern das Gold, den Indios nehmen sie die Wäder weg, in Schwarzafrika haben sich Deutsche Engländer, Franzosen usw. eingenistet. Das rächt sich!
  • Linus  Luchs 21.11.2016
    Die weissen Amerikaner machen so weiter, wie sie vor rund 250 Jahren angefangen haben: mit dem rücksichtslosen Kampf gegen die Indianer.
  • Kurt  Stauffer aus George
    21.11.2016
    Amerika hat den Indianern alles weggenommen.Sie werden nicht gefragt, ihre Meinung zählt nicht!Dabei würden sie heute froh sein, wenn man den Indianern die Prärie überlassen hätte, denn sie sind die Einzigen die dieses Land befruchtbar machen könnten!!!
  • Thomas  Hager aus Luzern
    21.11.2016
    Dabei sind das doch die wahren richtigen Amerikaner. Die USA sollten endlich ihre Vergangenheit aufarbeiten sowohl was die Ureinwohner als auch die Sklaverei betrifft. Mit Trump wird das Gegenteil passieren. Seit der Wahl Obamas fühlen sich Weissen wieder berufen für ein weisses Amerika zu kämpfen, schrecklich.
    • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
      21.11.2016
      Das können gewisse Kreise in den USA nicht denn dann müssten sie sich vor sich selbst ekeln. Liest man die "Manifest Destiny" durch welche das politisch-ideologische Programm zur Verdrängung der Ureinwohner war und ersetzt das Wort "Indianer" durch "Jude" dann wähnt man sich fast in Hitlers Pamphlet "Mein Kampf". Die haben auch von der Vorsehung geschwafelt durch die Weiße zur Herrschaft, Ureinwohner zum Untergang bestimmt seien. Deshalb sind Blood & Honour oder Ku Klux Klan immer noch da.
    • Marco  Weber 21.11.2016
      Herr Hager genau das ist das Problem! Mehr als Kämpfen können die Amerikaner nämlich auch nicht!