Benedikt XVI. sprach Mohawk-Mädchen Kateri Tekakwitha heilig, die im 17. Jahrhundert zum Katholizismus konvertierte.
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Indianische Pilger auf dem Petersplatz.
(AP)Das hat es noch nie gegeben: eine heilige Indianerin. In einer mehrsprachigen Predigt vor etwa 80 000 Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom gab Papst Benedikt XVI. gestern genau dafür seinen Segen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach Mohawk-Mädchen Kateri Tekakwitha heilig. Und mit ihr sechs weitere Persönlichkeiten.
Tekakwitha lebte von 1656 bis 1680 in der heutigen Grenzregion zwischen den USA und Kanada. Jesuitischen Quellen zufolge liess sie sich zum Katholizismus bekehren – auch wenn sie von den Stammesführern mit Schimpf und Schande eingedeckt und bedroht wurde.
Der Papst lobt bei seiner Predigt den «heldenhaften Mut» der Indianerin und der anderen Heiliggesprochenen. Tekakwitha habe die religiösen Überzeugungen ihres Volkes verworfen und sei ihrer Liebe zu Jesus treu geblieben, sagt Benedikt XVI. «Wir vertrauen ihr die Erneuerung des Glaubens in ganz Nordamerika an.»
Tekakwitha hatte ein schweres Leben. Wegen einer Pocken-Epidemie verlor die Indianerin bereits früh ihre Familie. Auch sie selbst erkrankte schwer. Ihre Haut war durch die Pocken völlig vernarbt. Zudem war sie fast blind. Daher auch ihr Name. Tekakwitha heisst «die, die gegen Dinge stösst».
Wundersam: Als Kateri Tekakwitha mit 24 Jahren starb, sollen ihre Pockennarben auf unerklärliche Weise verschwunden sein. Auch zahlreiche Kranke soll die Indianerin geheilt haben, und Taube sollen durch sie wieder gehört haben.
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