EU-Politiker sauer wegen Libyen-Streit: Warum müssen wir unter Schweizern leiden?

  • Aktualisiert am 03.01.2012

STRASSBURG – Simon Busuttil hat die Nase voll: Der Konflikt Schweiz – Libyen schade den EU-Ländern, kritisiert der EU-Parlamentarier aus Malta. Er müsse «dringend» gelöst werden.

Die Krise zwischen den beiden Nicht-EU-Ländern habe «gravierende Probleme für EU-Bürger» hervorgerufen, sagt Simon Busuttil. Der maltesische EU-Politiker kritisiert, dass europäische Investoren kein Personal mehr nach Libyen schicken können.

«Die EU hat nichts zu tun mit dem Streit und es gibt keinen Grund, warum EU-Bürger darunter leiden müssen», erklärt Busuttil. Er ist Mitglied der Nationalistischen Partei Maltas und in Strassburg Mitglied der Europäischen Volkspartei.

Er kritisiert weiter die Situation der europäischen Geschäftsleute im nordafrikanischen Land: Wer bereits vor Ort sei, versuche so lange wie möglich im Land zu bleiben, damit die Geschäfte nicht stillstünden. «Doch ihre Aufenthaltsbewilligungen sind zeitlich limitiert.»

Weil Libyen immer noch Max Göldi festhält, blockiert die Schweiz die Vergabe von Schengenvisa an Mitglieder der libyschen Elite. Libyen reagierte darauf mit einer Einreisesperre für europäische Bürger. Daraufhin schaltete sch die EU als Vermittlerin ein. (SDA/snx)

14'000 Unterschriften für Max Göldi

Amnesty International hat jetzt bereits 14000 Unterschriften gesammelt. Mit ihrer Petition fordert AI die Freilassung von Max Göldi in Libyen. Dieser wird neuerdings im Gefängnis al-Jeida festgehalten.
Fordert rasche Lösung der Libyen-Krise: Simon Busuttil, EU-Politiker aus Malta.- Simon Busuttil

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