Warnungen als Gerüchte bezeichnet

  • Publiziert: 14.05.2008, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Martin Meier

PEKING – In China bebt die Erde häufig und stark. Trotzdem sind die Olympischen Spiele nicht gefährdet.

War das Beben voraussehbar?
Es gab Warnungen von Wissenschaftlern. Am 8. Mai schrieb jedoch das Erdbeben-Warnzentrum von Sichuan auf seiner Webseite, bei den Warnungen handle es sich nur um «Gerüchte». Diese Webseite war am Montag, kurz nach dem Erdbeben, aus dem Internet verschwunden.

Gibt es Schweizer unter den Opfern?
Das EDA hat davon keine Kenntnis.

War dies das grösste Beben in der Geschichte Chinas?
In der Provinz Schansi wurden 1556 bei einem Beben 830000 Menschen getötet. Allein im vergangenen Jahrhundert starben in China bei Erdbeben an die 700000 Personen.

Warum bebt die Erde in China so häufig?
Die Ursache für die häufigen schweren Beben ist die Bewegung der Indischen Platte. Sie war einst Teil des Superkontinents Gondwanaland. Als dieser zerbrach, lösten sich das heutige Indien, Afrika, Australien, die Antarktis und Südamerika voneinander.

Sind die Olympischen Spiele gefährdet?
Die Wettkampfstätten seien erdbebensicher und streng nach Vorschrift gebaut worden, sagt ein Sprecher der Erdbebenwarte in Peking. Die Olympia-Bauten sollen Erdbeben bis Stärke 8 aushalten.

Hätte ein Beben der Stärke 7,9 auf der Richterskala auch bei uns Schäden angerichtet?
Ein Beben dieser Stärke verursachen immer schwere Schäden an Gebäuden.

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