Tod in Marokko War es ein Schweizer Spion?

  • Aktualisiert am 03.01.2012

Rabat – Schauplatz ist die Hauptstadt Marokkos: Im Labyrinth der Altstadt stürzt ein Schweizer zu Tode. Mysteriös: Es passierte bereits im Dezember. Informationen gibts aber kaum.

R.S.H.: Wer verbirgt sich hinter diesen Initialen? Bisher weiss man nur dieses. Es handelt sich um einen Schweizer Staatsbürger. Und der ist vor knapp acht Wochen, am 4. Dezember, von der Dachterrasse eines 7-stöckigen Hauses in der Altstadt von Rabat in den Tod gestürzt.

Das berichtet die «Aargauer Zeitung». Pikant: Weder die marokkanischen Behörden noch der Mediensprecher des Aussenministeriums (EDA) von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey wollen nähere Angaben machen. EDA-Sprecher Georg Farago bestätigt lediglich, dass ein Schweizer in Rabat ums Leben kam.

War es ein Spion?

Warum diese Geheimniskrämerei? Ein Informant der «AZ» in Marokko scheint Genaueres zu wissen. Nach dessen Informationen war der Verunfallte ein Agent des Schweizer Nachrichtendienstes. Dieser sei schon seit Tagen von marokkanischen Polizisten verfolgt worden.

Dann schliesslich sei es auf der Dachterrasse des besagten Hauses zur fatalen Szene gekommen. Das könnte sich abgespielt haben: Der Schweizer fühlte sich verfolgt. Panik. In seiner Not wollte er sich mit einem Kabel abseilen und flüchten. Dabei stürzte er ab.

Wenn R.S.H. tatsächlich ein Spion war, könnte das erklären, warum derzeit keine offiziellen Angaben zu erhalten sind. (SDA/snx)

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