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Der WWF und die Gesellschaft zum Schutz von Walen und Delfinen (WDCS) legt eine Studie zum Walfang vor. Die staatliche Förderung in Norwegen betrug demnach fast die Hälfte des Bruttowerts, den die Fischerei-Handelsorganisation Rafisklaget in rund 15 Jahren mit Walfleisch erwirtschaftete. Seit 1993 soll das Land 20 Millionen Dollar in den Walfang gesteckt haben.
Die Regierung in Tokio pumpte laut WWF allein in der Saison 2008/2009 rund zwölf Millionen Dollar in die umstrittene Jagd, um eine ausgeglichene Bilanz zu erzielen. Die japanischen Subventionen sollen sich seit 1988 insgesamt auf 164 Millionen Dollar belaufen.
Walfleisch-Preis in 12 Jahren halbiert
Die Nachfrage nach Walfleisch tauchte derweil ab: Der Kilo-Preis sei in Japan von 30 Dollar im Jahr 1994 auf rund 16 Dollar im Jahr 2006 gefallen, erklärten die Umweltschützer. Das Jagen und Töten von Walen sei ein unprofitabler und defizitärer Industriezweig.
«In Zeiten der globalen Wirtschaftskrise ist es weder strategisch klug, noch nachhaltig, wertvolle Steuergelder für eine Branche zu verschwenden, die aus eigener Kraft nicht überlebensfähig ist», sagte WWF-Artenschutzexperte Volker Homes.
Norwegen: Nur Forschung unterstützt
Norwegen wies die Vorwürfe der Umweltschützer zurück. Die Regierung habe nie Subventionen an Walfänger gezahlt und sei von diesen auch nie darum gebeten worden, sagte Karsten Klepsvik von der Internationalen Walfangkommission (IWC). Sie habe nur Forschung und Kampagnen unterstützt.
Norwegen und Island sind die beiden letzten Länder, in denen der kommerzielle Walfang noch erlaubt ist. In Japan ist die Jagd auf Wale offiziell nur zu Forschungszwecken gestattet, allerdings darf ihr Fleisch verkauft werden. Ab Montag tagt die IWC auf Madeira. WWF und WDCS fordern ein Ende der Jagd auf die Meeressäuger. (SDA/dip)
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Heute vor Hvalfjordur, Island: Zwei Finwale werden von einem Fischerboot abgeschleppt. Gestern startete die Jagdsaison. (Reuters)