Lügender Holländer «Waldjunge Ray» liess seinen Sohn (2) sitzen!

  • Publiziert: 18.06.2012
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Mit diesem Fahnungsfoto suchte die holländische Polizei nach Robin van H.

(Dpa)

BERLIN - Er ist erst 20 Jahre alt, lügt aber schon wie ein ganz Grosser: Robin van H. alias «Ray» flüchtete wegen mehreren Gründen vor seinem alten Leben in Holland.

Monatelang führte er nicht nur die deutschen Behörden, sondern die ganze Welt an der Nase rum: «Waldjunge Ray», der jahrelang mit seinem Vater in Wäldern gehaust haben will, machte sogar in Argentinien und China Schlagzeilen. Dann kam raus: «Ray», der sich als 17-Jähriger ausgab, ist 20 Jahre alt, heisst Robin van H. und stammt aus Holland, aus der Industriestadt Hengelo.

Von dem Leben, das Robin dort führte, flüchtete er offenbar. Weswegen, wird jetzt klar.

Ein Baby und Studentenpartys

Mit 18 Jahren wurde Robin unfreiwillig Vater. Seinen heute zweijährigen Sohn liess er sitzen.

Wie der holländische «Telegraaf» berichtet, lernte Robin die Mutter seines Kindes in einer betreuten Wohngemeinschaft kennen. Die Schwangerschaft war zwar nicht geplant, doch «Robin wollte wirklich ein guter Vater sein», wie ein Freund der Zeitung sagt. Die Verantwortung wuchs ihm offensichtlich über den Kopf. Dazu kamen wilde Studentenpartys, Robin interessierte sich immer weniger für Kind und Studium (Marketing und Kommunikation).

Robin, der als Kind in einem Sorgerechtsstreit seiner Eltern hin- und her geschoben wurde, verschwand schliesslich, liess seine Familie und sein Kind neun Monate über sein Schicksal im Ungewissen.

Er bat seinen Vater in einem Brief um Verzeihung

Robins Vater, ein konservativer und strenger Mann, zu dem Robin ein angespanntes Verhältnis hatte, starb diesen Februar an Krebs. Robin, damals noch «Ray», wusste offenbar, dass seine Stiefmutter verzweifelt nach ihm suchte. Er schrieb dem Vater einen Brief, versuchte, Frieden zu schliessen: Er bat um Verzeihung, dass er dem Vater und der Stiefmutter soviel Leid angetan habe.

Sein Verhalten begründete er damit, dass er «diesen Lebensstil satt» habe. Auch entschuldigte er sich dafür, den Vater nie im Spital besucht zu haben, obwohl jener so viele Operationen über sich ergehen lassen musste. «Dich zu besuchen», so Robin, «würde mich nur noch tiefer in das dunkle Loch hineinziehen.»

Ist er wieder untergetaucht?

Ob Robin sich jetzt seiner Verantwortung als Vater und «diesem Lebensstil» stellen wird? Robin hat die betreute Wohngruppe, in der er monatelang in Berlin lebte, verlassen – und scheint erneut untergetaucht zu sein. Niemand weiss, wo er ist.

Sicher ist: Den 20-Jährigen erwartet in Deutschland ein Verfahren wegen Erschleichens von Sozialleistungen von umgerechnet fast 36'000 Franken. (gux)

Alle Kommentare (5)

  • Gregor  Meier
    Tja, was sagen wir da: Einfach ein feiges A....ch, mehr nicht!
    • 19.06.2012
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  • Hubert  Schoch
    36000.- Franken: da gibt es in der Schweiz umfangreichere Fälle worüber nie berichtet wird......
    • 19.06.2012
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  • Daniel  Hofmann , Privat
    Nun Sozialmissbrauch, ja mag sein, Rechtlich gesehen. Menschlich würde ich von einer Person ausgehen deren Seele völlig neben der " Normalspur " ist. Es war eine Verzweifelungstat, Aufmerksamkeit, neue Identität, eine andere Person sein, vor der Realität flüchten. Da er ja nicht mehr in der Wohngruppe ist und niemand weiss wo er sich befindet, ist Er wo möglich wieder auf der Flucht vor sich selbst. Diese Person braucht dringend eine Therapie. Und die Niederlande sollte dem Menschen helfen und die Kosten " Sozialleistungen " aus Deutschland Übernehmen. Hoffen Wir mal das Er sich Professionelle Hilfe sucht und das Leben in den Griff bekommt.
    • 18.06.2012
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  • nico  gartmann
    gibt viele Männer die untertauchen wenns ernst wird...
    schade...
    • 18.06.2012
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  • Beat  Nussbaum , via Facebook
    alles nur luege er wolte nur in der öfentlichkeit sein
    • 18.06.2012
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