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Starke Winde und die Rekord-Hitze fachten zahlreiche der – offenbar absichtlich gelegten – Wald- und Buschbrände immer wieder an. Wie die Polizei berichtet, sind mehrere der über 50 Waldbrände in drei Bundesstaaten im Südosten des Landes mittlerweile ausser Kontrolle geraten.
Ein Mitglied der freiwilligen Feuerwehr erlitt schwere Verbrennungen. In Horsham im Bundesstaat Victoria gingen drei Häuser, ein Golfclub sowie ein Löschfahrzeug in Flammen auf. Im Bunyip-Nationalpark in Victoria waren sieben Ortschaften sowie wichtige Stromleitungen von den Flammen bedroht.
«Die Leute müssen einsehen, dass es sich hier um ein besonders schlimmes Feuer handelt», sagte ein Mitarbeiter der örtlichen Umweltbehörde dem Sender ABC. Die Anwohner müssten schnell ihre Häuser verlassen, da sich das Feuer sehr schnell ausbreite. Nach Behördenangaben wurden einige Brände absichtlich gelegt.
Sehr heiss und gefährlich
Der Südosten Australiens leidet derzeit unter einer extremen Hitzewelle. In Melbourne kletterten die Temperaturen am Samstag auf 46,4 Grad Celsius und damit auf den höchsten Wert, der dort je an einem Februartag gemessen wurde.
Weiter im Landesinneren überstiegen die Temperaturen sogar die 47-Grad-Marke. Die Lage ist derzeit gefährlicher als bei den sogenannten Aschermittwoch-Bränden 1983, bei denen 75 Menschen ums Leben kamen und 2500 Häuser zerstört wurden.
Noch einmal überschwemmt
Aus dem Norden des Kontinents wurden unterdessen erneut Überschwemmungen gemeldet. In Innisfail lösten starke Regengüsse Sturzfluten aus. In Ingham hatten die Bewohner nach Überschwemmungen in den vergangenen Tagen bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen, als der Ort erneut überflutet wurde.
Weite Teile des Bundesstaates Queensland waren wegen der Überschwemmungen bereits zum Notstandsgebiet erklärt worden. Mehr als eine Million Quadratkilometer und rund 3000 Häuser sind von den Überflutungen betroffen. (sda/dct)