Waffenruhe gebrochen Erneut Tote bei Kämpfen in Ostukraine

KIEW (UKRAINE) - Vor wenigen Wochen hatten sich die Konfliktparteien im Donbass erneut zu einer Waffenruhe verpflichtet. Doch auch dieses Mal hielt sie nicht lange: Kiew meldete heute den Tod zweier Soldaten.

Ukraine Donbass Donetsk region Uglegorsk Burnt building of the city administration Photoagencyx play
Die Stadtverwaltung von Uglegorsk im Oblast Donetsk wurde im Krieg zerstört. Imago

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Fast ein Jahr ist es her, seit in der weissrussischen Hauptstadt Minsk ein Friedensplan für die Ostukraine verabschiedet wurde – und noch immer sind die Waffen im Donbass nicht verstummt. 

Erstmals seit drei Wochen hat die ukrainische Armee heute den Tod von Soldaten im Konfliktgebiet im Osten gemeldet: Ein Soldat wurde durch Granatenbeschuss der prorussischen Aufständischen rund 30 Kilometer nordöstlich von Donezk getötet, ein weiterer durch eine Minenexplosion. Das sagte Armeesprecher Alexander Motusianik in Kiew. Zudem seien vier Soldaten verletzt worden.

Die Regierung in Kiew hatte sich vergangenen September erneut auf einen Waffenstillstand geeinigt, nachdem die im Februar 2015 vereinbarte Waffenruhe bereits nach wenigen Stunden gebrochen worden war. Doch auch diese Vereinbarung hielt nicht lange. Zu Neujahr hatte man sich schliesslich wiederholt darauf geeinigt, die Waffen nicht mehr einzusetzen. 

Nun ist auch diese Einigung bereits wieder zur Makulatur verkommen. Schüsse, Explosionen, Gewehrsalven: Allein vergangenen Freitag registrierte die OSZE, die für die Überwachung des Waffenstillstands zuständig ist, über ein Dutzend Verstösse. 

Seit Beginn des Konflikts im April 2014 wurden mehr als 9000 Menschen getötet. Trotz einer deutlichen Beruhigung schwelt der Konflikt weiter. (SDA/lha)

Publiziert am 31.01.2016 | Aktualisiert am 31.01.2016
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4 Kommentare
  • Sara  Barilla , via Facebook 01.02.2016
    Recht haben Sie Herr Lifart! Wer mal eine andere Seite des Konflikts sehen will, soll sich mal den Film Ukrainian Agony (youtube sei Dank) anschauen, da sieht man, wie neutral die westlichen Medien tatsächlich sind
  • Urs  Hagen , via Facebook 01.02.2016
    Etwas verwirrend ist die Berichterstattung schon, auch in Zukunft wird es wohl weiterhin verwirrende Berichte geben. Ganz Europa wird wohl früher oder später nur aus Aufständigen bestehen wenn die Regierungen so weiter machen.
  • Peter  Müller aus Aarau
    01.02.2016
    Da haben sie ganz Recht, man müsste sie als Terroristen bezeichnen!
  • Urs  Lifart , via Facebook 31.01.2016
    Jene Leute, die sich NICHT Putschisten anschliessen, die eine legitime, demokratisch gewählte Regierung gestürzt haben, als Aufständische zu bezeichen, ist schon sehr bedenklich !