Während Razzia sprengten sie sich in die Luft Attentäter töten mehrere türkische Polizisten

GAZIANTEP (TÜR) - Bei einer Razzia der Polizei in der Südtürkei sind drei Einsatzkräfte ums Leben gekommen. Mehrere Selbstmordattentäter haben sich in die Luft gesprengt.

Beim Einsatz in der Südtürkei kamen drei Polizisten ums Leben. play

Beim Einsatz in der Südtürkei kamen drei Polizisten ums Leben.

EPA

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Wegen eines Zuges Serbien und Kosovo gehen aufeinander los
2 Schweizer Mädchen Que (6) und Mutter wieder vereint Jetzt spricht...
3 Trump über Merkel, Aleppo und Nuklearwaffen Der Zerfall der EU ist...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Im türkischen Gaziantep haben sich heute mehrere mutmassliche Selbstmordattentäter während einer Polizeirazzia in die Luft gesprengt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu starben während der Razzia auch drei Polizisten - ob sie durch die Sprengsätze getötet wurden, war zunächst unklar.

Laut dem Gouverneur der an Syrien grenzenden gleichnamigen Provinz, Ali Yerlikaya, richtete sich der Polizeieinsatz gegen eine mutmassliche radikalislamische «Schläferzelle».

Bei Ermittlungen zu geplantem Anschlag auf Zelle gestossen

Die Männer sprengten sich offenbar in die Luft, um einer Festnahme zu entgehen. Acht weitere Menschen wurden verletzt, unter ihren vier Syrer. Augenzeugen berichteten dem Sender NTV von Schüssen und Kämpfen in dem Stadtteil.

Die türkischen Behörden hätten erfahren, dass ein «Selbstmordanschlag» auf eine Vereinigung der Aleviten, einer muslimischen Minderheit in der Türkei, geplant sei, berichtete der Gouverneur. Bei ihren Ermittlungen seien die Behörden dann auf die Schläferzelle gestossen.

Möglicherweise Verbindungen zum IS

Laut Anadolu könnten die Männer Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben. Auf einem von der Nachrichtenagentur Dogan veröffentlichten Video sind mehrere Verdächtige zu sehen, wie sie an den Händen gefesselt in ein Polizeifahrzeug steigen. Während der Razzia beschlagnahmte die Polizei demnach auch mehrere Computer und Festplatten.

Der IS hat schon mehrfach Anschläge in der Grenzstadt Gaziantep verübt. Zuletzt waren im August bei einem Selbstmordattentat auf eine kurdische Hochzeit fast 60 Menschen getötet worden. Der Attentäter hatte nach Angaben Ankaras ebenfalls Verbindungen zum IS.

Die Türkei unterstützt Rebellengruppen in Syrien im Kampf gegen den IS. Kurz vor der Razzia in Gaziantep hatten die Rebellen mit Unterstützung türkischer Kampfjets und Artillerie die Stadt Dabik aus den Händen des IS zurückerobert. (SDA)

Publiziert am 16.10.2016 | Aktualisiert am 19.10.2016
teilen
teilen
0 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

1 Kommentare
  • Sepp  Gwerder 16.10.2016
    Laut DHA war es die PKK...
    Das ging aber schnell, wie üblich in der Türkei..