43 Tote, Millionen ohne Strom Vorher-Nachher – Das hat Sandy angerichtet

New York räumt auf. Vorher-Nachher-Bilder zeigen das Ausmass der Verwüstungen an der Ostküste.

  • Publiziert: 31.10.2012, Aktualisiert: 06.11.2012
Liveticker
19:11

Wir beenden die Liveticker-Berichterstattung für heute.

17:59

Langsam aber sicher normalisiert sich die Situation in New York. Morgen wird die U-Bahn ihren Betrieb teilweise wieder aufnehmen.

16:53

Sturm Sandy dürfte die US-Wirtschaft nur wenig belasten: In einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse rechnet Ökonom Bernd Krampen von der NordLB kurzfristig zwar mit deutlichen Rückschlägen bei Detailhandelsumsatz, Industrieproduktion und Beschäftigung. Insgesamt seien im vierten Quartal jedoch lediglich Wachstumseinbussen von 0,1 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu erwarten.

14:49

Auch die Börse ist wieder offen: Nach zwei Tagen Pause werden an der Wall Street wieder milliardenschwere Geschäfte abgeschlossen. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg läutete am Mittwochmorgen die Eröffnungsglocke im Handelssaal der traditionsreichen New York Stock Exchange (NYSE). Das Gebäude und der Saal waren von den Fluten verschont geblieben.

14:45

Jetzt ist es definitiv: Nach dem Durchzug des Hurrikans Sandy haben die Flughäfen John F. Kennedy und Newark Liberty am Mittwoch den Betrieb wieder aufgenommen. Um 7 Uhr Ortszeit  wurden die Airports wieder geöffnet. Die Zahl der Flüge sei jedoch zunächst noch eingeschränkt, erklärte die zuständige New Yorker Behörde. Die Flughäfen La Guardia und Teterboro blieben vorerst weiter geschlossen.

14:29

Nach zwei Tagen der Zurückhaltung will sich Mitt Romney wieder voll in die Kampagne stürzen. Der Kandidat der Republikaner plant für heute einen Wahlkampfauftritt in Florida, dem grössten der umkämpften Swing States. Unterdessen schaltete die Wahlkampfzentrale von Romney Wahlwerbespots in Minnesota und Pennsylvania und eine Unterstützergruppe solche in Michigan. Präsident Obama hingegen sagte auch für Mittwoch alle Wahlkampfauftritte ab, trifft sich stattdessen mit dem republikanischen Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, um die Sturmschäden in dem Ostküstenstaat zu begutachten. Obamas Stellvertreter Joe Biden will dafür einen Wahlkampfauftritt in Florida wahrnehmen, sein republikanischer Gegenpart Paul Ryan in seinem Heimatstaat Wisconsin um Stimmen werben.

13:04

Die U-Bahn in New York steht noch immer unter Wasser (Film links). Wahrscheinlich wird es Tage dauern, bis die Bahn wieder fährt. Im interaktiven Vergleich zeigt Blick.ch, was Sandy alles angerichtet hat.

12:16

Papst Benedikt XVI. betet für die Opfer des Wirbelsturms. Er drückte gleichzeitig die Solidarität mit allen Helfern aus, die beim Wiederaufbau helfen. Der Papst wandte sich während der Generalaudienz auf dem Petersplatz in Englisch an die angelsächsischen Pilger.

12:01

New York bekommt vom US-Verkehrsministerium 10 Millionen Dollar Soforthilfe. Das Geld soll für Reparaturen an Strassen, Brücken und U-Bahn verwendet werden. Weitere drei Millionen sind für Rhode Island vorgesehen.

11:50

Die Strassen von New York füllen sich langsam mit Leben. Die Menschen wollen sehen, was «Sandy» der Millionenmetropole angerichtet hat. Nun gehts ans Aufräumen.

11:25

Reporter werden von den Fluten weggeschwemmt – ein spektakuläres Video (links) zeigt, wie gefährlich die «Sandy»-Berichterstattung für Journalisten ist.

11:03

In New York sollen im Lauf des Tages wieder Fähren fahren. Die Verbindungen nach New Jersey werden teilweise wieder aufgenommen, teilen die zuständigen Behörden mit. Ob die Fähren auch den East River heute wieder befahren können, ist noch offen.

09:51

Der Flugverkehr zwischen der Schweiz und der US-Ostküste ist schon fast zur Normalität zurückgekehrt. Nur noch drei Flüge in Richtung US-Ostküste wurden annulliert. Wegen «Sandy» waren insgesamt 15'773 Flüge von und nach der US-Ostküste ausgefallen, wie der Internetseite Flightaware.com zu entnehmen ist.

09:33

Die Polizei hat in Brooklyn und Queens mehrere Personen verhaftet. Sie sollen geplündert haben, berichtet das «Wall Street Journal».

09:11

US-Präsident Barack Obama macht Druck auf Elektrizitätsunternehmen. Bei einem Treffen mit Chefs von Energiefirmen im Weißen Haus habe er betont, dass die Wiederherstellung der Stromversorgung oberste Priorität habe, teilte das Weiße Haus mit.

08:13

Am New Yorker Flughafen John F. Kennedy soll der Betrieb heute eingeschränkt wieder aufgenommen werden. Auch am Newark International Airport in New Jersey sollen um 7 Uhr (Ortszeit) wieder Maschinen starten. Auch die US-Börsen New York Stock Exchange (NYSE) und Nasdaq wollen ihren Betrieb heute wieder aufnehmen.

08:07

Die US-Küstenwache setzt die Suche nach dem vermissten Kapitän der «HMS Bounty» fort. Zwei Schiffe und ein Flugzeug seien im Einsatz, sagte ein Sprecher. Die Rettungskräfte hoffen, dass Robin Walbridge (63) den Sturm überlebt hat.

08:02

Die berühmte New Yorker Halloween-Parade ist zum ersten Mal in ihrer fast 40-jährigen Geschichte abgesagt worden. Die Entscheidung sei gemeinsam mit dem Bürgermeister und der Polizei getroffen worden. Das grösste Halloween-Fest der Stadt hätte heute Abend im Viertel Greenwich Village im Südwesten Manhattans stattfinden sollen.

Bilder aus einem Helikopter zeigen das Ausmass der Zerstörung des Wirbelsturms «Sandy» an der Küste von New Jersey – Strassen stehen unter Wasser, Häuser sind komplett zerstört.

Der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, lobte Barack Obamas Krisenmanagement. «Der Präsident war grossartig, ich habe gestern drei Mal mit ihm telefoniert, zuletzt hat er mich um Mitternacht angerufen und gefragt, was wir brauchen», sagte der Republikaner.

Heute Nachmittag will Barack Obama nach New Jersey fliegen, um an der Seite von Christie das Ausmass der Schäden zu besichtigen und Opfern Mut zuzusprechen.

Zurück zur Normalität

Unterdessen kämpft sich die Millionenmetropole New York zur Normalität zurück. Einen Tag nach dem verheerenden Wirbelsturm «Sandy» soll das Leben heute in New York wieder halbwegs normal verlaufen. «New York ist morgen wieder im Geschäft», sagte Bürgermeister Michael Bloomberg gestern Abend im Rathaus in Manhattan.

Allerdings schränkte er ein: «Das gilt zumindest da, wo Strom ist.» Etwa 750'000 Menschen waren zu der Zeit noch von der Elektrizität abgeschnitten. In den 76 Notunterkünften der Stadt würden noch 6400 Menschen ausharren. «Wir tun alles, um Ihr Los zu erleichtern.» Es könnte bis zu einer Woche dauern, bis die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt sei.

Die Zahl der Toten in den USA und Kanada stieg nach unterschiedlichen Angaben auf 33 bis 43. Allein in der Metropole New York kamen 18 Menschen ums Leben, wie Bloomberg sagte. Der verheerende Sturm sei von «historischer Intensität». Die Behörden rechneten damit, dass die Zahl der Opfer weiter steige. Im ganzen Krisengebiet sind immer noch rund sieben Millionen ohne Strom.

Romney im Wahlkampf

Nachdem die beiden Präsidentschaftskandidaten ihre Wahlkampftour wegen des Sturms unterbrochen hatten, sind für Romney heute im Schlüsselstaat Florida wieder drei Veranstaltungen geplant.

Das auf Risikoanalysen spezialisierte Unternehmen Eqecat schätzte die Summe der Schäden auf 30 bis 50 Mrd. Dollar. «Sandy» zog in abgeschwächter Form weiter ins Landesinnere und brachte starken Schneefall unter anderem über West Virginia, Pennsylvania, Tennessee und Ohio. (woz/SDA)

Beliebteste Kommentare

  • Toni  Richter
    Nicht das es damit was zu tun hat und die Situation ist wirklich schlimm für alle Betroffenen ABER:
    Die USA verweigert seit Jahren strikt die Unterzeichnung der Umwelt-
    protokolle wie Kioto!!! Jimmy Carter hat 1979 Sonnenkollektoren zur Wassererwärmung auf das Weisse Haus gestellt und schon damals vor der Verschwendung der Ressourcen gewarnt - Niemand aber wirklich niemand hat ihm zugehört! 1986 liess Ronald Reagan die Kollektoren wieder entfernen und hat dem amerikanischen Volk viel und vor allem günstiges Benzin versprochen!!! Welt wach auf!!!!!!!!!!!!!
  • Martin  Gerber , Bern
    Warum hört man nur von den USA? Was ist mit der Karibik? Das sowieso schon stark gebeutelte Haiti wurde auch wiedereinmal getroffen.

Alle Kommentare (16)

  • Vreni  Lüthi
    Einige Kommentatoren sind heute wohl mit dem falschen Fuss aufgestanden... Manchmal sollte mann besser nichts statt solchen Mist schreiben, es sind Leute gestorben. Klar, das passiert auch in anderen Ländern, aber gegenwärtig handelt es sich um die USA und Fertig. Ich hoffe dass die Schäden rasch behoben werden können und wieder Ruhe einkehren kann. Die Schreiber gewisser Kommentare können froh sein nicht selbst in dieser Situation stecken zu müssen, denn sie wären die Ersten die Schreien würden. Aber mein Kommentar wird sicherlich nicht abgedruckt...
  • Werner  Mäder
    Statt NY-Marathon wird dieses Jahr der NY-Triathlon durchgeführt - rennen, schwimmen und aufräumen.
    • Karla  Grüninger , Aarau
      Saublöder Kommentar!
      • 31.10.2012
      • als Kommentar auf Werner  Mäder
      • 14
      • 19
    • Markus  Jörg
      Ich glaube nicht dass man du einem solchen Disaster Witze reissen sollten... Seien Sie doch froh dass Sie nicht selber von einer solchen Katastrophe betroffen sind.
      • 31.10.2012
      • als Kommentar auf Werner  Mäder
      • 16
      • 21
  • Peter  Stoffel , Rorschach
    Halb so wild - wenn man weiss, dass die Amis ihre Häuschenin Leichtbauweise aus Holz zimmern, weiss auch, dass diese dem lauesten Lüftchen nicht stand halten. Was wir hier sehen sind unversehrte Häuser mit ein bischen Wasser drum herum.
  • B.  Wiss
    ich hoffe, der Delphin musste nicht für die Kamera sein Leben geben...manchmal frage ich mich, ob die Gier nach einem "guten Schuss" wichtiger ist als die Rettung in so manchen Fällen. Diese Dinge gehen mir nicht aus dem Kopf...
  • Abbas  Schumacher , Basel , via Facebook
    Ein Unglück, kann auch Glück sein! jetzt muss ja einiges wieder neu gebaut werden. Dafür brauchts Arbeiter! Hoffentlich bauen die Amerikaner das Neue so, das es dem heutigen Standard angepasst wird! In New York fliesst Wasser noch durch Bambusrohre, im 2012? Die sollen jetzt einmal auch mit bauen ins 2012 kommen. 3. Weltland USA muss sich ja schämen!
    • Ewald  Rindlisbacher , Grayland
      Dummer, dummer Spruch. Bis jetzt sind 50 Menschen gestorben und Tausende von Leuten haben keine oder Beschaedigte Haeuser. Wo soll da ein Glueck im Unglueck sein. Es spielt keine rolle ob hier Rohre mit Kaugummi fabriziert werden oder nicht, es gibt nie ein Glueck wenn Menschen sterben. Nur Leute die keine Weltbildung haben koennen so was dummes sagen !!
      • 31.10.2012
      • als Kommentar auf Abbas  Schumacher , Basel
      • 10
      • 3
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