Vorerst aus «Sicherheitsgründen» Norwegen schickt keine Flüchtlinge nach Russland zurück

OSLO - Norwegen will vorerst keine Flüchtlinge mehr über die Grenze im hohen Norden nach Russland zurückschicken. Damit wird laut Oslo einer Bitte Moskaus nachgekommen. Russland führt «Sicherheitsgründe» an und will «mehr Koordination» bei den Rückführungen.

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Abseits der Haupt-Flüchtlingsroute über den Balkan führt eine deutlich kleinere Bewegung über Russland nach Norwegen. Rund 5500 Menschen - vor allem aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und dem Iran - gelangten so im vergangenen Jahr in das skandinavische Land.

Viele Flüchtlinge nutzten Fahrräder, weil Russland die Grenzüberquerung zu Fuss nicht zulässt und Norwegen die Fahrer von Flüchtlingstransportern als Schlepper behandelt.

Erst vor wenigen Tagen hatte Norwegen Flüchtlinge im Bus zurück nach Russland gefahren. Die Abschiebungen werden von Menschenrechtsgruppen scharf kritisiert. Ihren Angaben zufolge werden die Menschen jenseits der Grenze bei eisigen Temperaturen ihrem Schicksal überlassen, zudem drohe die Rückführung durch Russland in ihre oft gefährlichen Herkunftsländer.

Norwegen ist nicht Mitglied der Europäischen Union. Es gehört aber dem Schengen-Raum an, Flüchtlinge konnten aus dem skandinavischen Land also bisher relativ einfach in EU-Länder weiterreisen. (SDA)

Publiziert am 24.01.2016 | Aktualisiert am 24.01.2016
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Wartende Flüchtlinge auf einer norwegischen Polizeistation: Das Land schickt vorerst keine Flüchtlinge mehr über die Nordgrenze nach Russland zurück. (Archivbild) play
Wartende Flüchtlinge auf einer norwegischen Polizeistation: Das Land schickt vorerst keine Flüchtlinge mehr über die Nordgrenze nach Russland zurück. (Archivbild) KEYSTONE/EPA NTB SCANPIX/HEIKO JUNGE

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