Vorbestraft wegen sexueller Belästigung Paris-Attentäter wollte in der Schweiz Asyl

Vergangenen Donnerstag wurde ein Mann in Paris erschossen, als er ein Polizei-Revier in Paris am Jahrestag des «Charlie Hebdo»-Anschlags mit einer IS-Flagge und einer Bombenattrappe stürmte.

Angreifer von Paris lebte in deutscher Asylunterkunft

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Der Attentäter war davor bereits einschlägig bekannt: Walid Salihi (†18) wohnte in Deutschland in der Asylunterkunft Recklinghausen hatte sich unter sieben verschiedenen Identitäten registrieren lassen. «Wir wissen nicht, wer der Mann wirklich ist», so Landeskrimalamt-Direktor Uwe Jacob aus Recklinghausen zu «Bild».

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Walid Salihi (†18) beantragte auch in der Schweiz Asyl. Landeskriminalamt Recklinghausen via AP

Klar ist nur, dass der Mann eine dicke Polizei-Akte hat. Bereits im Februar 2014 wurde er in Köln von der Polizei gefasst, als er in einer Disco Frauen sexuell belästigte. Danach habe er einen Obdachlosen verprügelt, Passanten angegriffen und einen Mitbewohner gewürgt haben. Dieser sagt in «Bild»: «Er war sehr schnell aggressiv, besonders wenn es um den Glauben ging. Alle Ungläubigen wären wertlos, müssten sterben.»

Auch in den ersten Januartagen, nach den Vorkommnissen am Bahnhof Köln zu Silvester, sei Walid Salihis Handy in der Stadt geortet worden. Ist er einer der beschuldigten Täter von Köln? Die Polizei kontrollierte jedenfalls einen seiner früheren Komplizen als Beteiligter des Sex-Mobs. Trotz Haftbefehls hätten sie ihn laufen lassen, so «Bild».

Kriegte Walid Salihi in einem Land Probleme, zog er in ein anderes Land weiter. So soll er unter anderem bereits am 8. Januar 2013 in der Schweiz Asyl beantragt haben. Weiter war er in Italien, Österreich und Schweden.

Warum Walid Salihi trotz diversen Vergehen und hinterlegten Fingerabdrücken nie auffiel ist nicht klar – offenbar wurden bei den Asylanträgen und den Straftaten seine Abrücke offenbar nie abgeglichen. (any)

Publiziert am 11.01.2016 | Aktualisiert am 11.01.2016
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3 Kommentare
  • Kathia  Zumstein 12.01.2016
    Schengen-Dublin wurde uns mit dem Vorteil angepriesen, dass Asylbewerber in nur einem Land einen Antrag stellen können. Dieser Fall aber zeigt das Gegenteil: der Mann nutzte die offenen Grenzen vor allem dazu, um in halb Westeuropa Asyl zu beantragen. Ich bin dafür, dass die Länder die Grenzen wieder selber kontrollieren; nach ihren eigenen Standards: wer gut kontrolliert hat gute Verhältnisse, wer schlecht kontrolliert ist selber schuld.
  • Kurt  Meier aus Sins
    12.01.2016
    Eine Beziehung, eine Familie, ein Land, ein Staatenbund, bei allen gilt das Gleiche: die wahre Qualität einer solchen Beziehung zeigt nur in einer Kriese! Für mich ist der Europäische Traum welcher sich EU nennt gescheitert. Es muss also heissen zurück auf Feld 1 und eine neue und EU aufbauen, wieder mit mehr Rechten in den Staaten und viel weniger Interessengesteuerten sogenannten EU-Vertretern.
  • Urs  Hagen , via Facebook 12.01.2016
    Die haben keine Ahnung was vor sich geht, jeder mischelt etwas aber miteinander, europaweit die Daten abgleichen geht nicht oder zu langsam. Wenn einer mit mehreren namen in verschiedenen Ländern registriert ist zeigt dies vor allem, dass die Registrierung nichts wert ist. Vor allem keine biometrische Vergleichsmöglichkeit vorhanden ist um es staatenübergreifend ab zu gleichen.