Vor Gericht: weil sie Christen wurden

  • Aktualisiert am 23.11.2006

ISTANBUL – Zwei zum Christentum konvertierte Türken stehen seit heute wegen Verunglimpfung des Türkentums und Anstiftung zum religiösen Hass gegen den Islam vor Gericht. Die Behörden werfen den beiden 37 und 46 Jahre alten Männern laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu in diesem Zusammenhang vor, sie hätten versucht, andere Türken zum Christentum zu bekehren. Grundlage der Anklage ist der umstrittene Paragraf 301, der die Verunglimpfung des Türkentums unter Strafe stellt. Der Prozess begann wenige Tage vor dem Türkei-Besuch von Papst Benedikt XVI., bei dem das Oberhaupt der Katholiken auch auf eine Stärkung der Rechte der christlichen Minderheit in der Türkei dringen dürfte.

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