Todes-Taifun wütet auf den Philippinen Nock-Ten fordert die ersten Opfer

MANILA - Am Abend des ersten Weihnachtstages traf ein Taifun in den östlichen Philippinen auf Land. Laut Medienberichten gab es mehrere Tote.

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Mindestens fünf Menschen sind durch den Taifun Nock-Ten auf den Philippinen ums Leben gekommen. Mehr als 380'000 Menschen wurden nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht - sie harrten über Weihnachten in Notunterkünften aus.

Heftiger Wind und starker Regen führten zu Schäden. Vielerorts brach die Stromversorgung zusammen, da die Orkanböen die Überlandleitungen zerstört hatten. Erdrutsche und umgestürzte Bäume machten viele Strassen unpassierbar.

Nock-Ten traf zwischen gestern Abend und heute Mittag (Ortszeit) in verschiedenen Teilen des Inselstaates sieben Mal auf Land, wie es von der Wetterbehörde hiess. Als der Taifun am 1. Weihnachtstag die Gemeinde Bato in der Provinz Catanduanes erreichte, fegten die Böen mit teils 225 Stundenkilometern über Land.

Millionen Haushalte wurden inmitten der Weihnachtsfeierlichkeiten von der Stromversorgung abgeschnitten. In der Stadt Ligao waren viele Strassen und Felder überschwemmt. Einige Häuser waren von einer Schlammschicht umschlossen.

Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes sollte der Taifun im Laufe des Tages die Hauptinsel Luzon mitsamt der Millionenmetropole Manila erreichen.

Indonesier gedenken Tsunami-Opfer von 2004

Im benachbarten Indonesien haben derweil Tausende Menschen vor Massengräbern und in Moscheen der Opfer der Tsunami-Katastrophe vor zwölf Jahren gedacht.

Am 26. Dezember 2004 hatte ein Seebeben der Stärke 9,1 Riesenflutwellen ausgelöst, die an den Küsten des Indischen Ozeans mehr als 220'000 Menschen in 14 Ländern in den Tod rissen.

Allein in Indonesien wurden 170'000 Menschen getötet. In der Provinz Banda Aceh, die dem Zentrum des Seebebens am nächsten lag, streuten die Menschen Blumen auf die vielen Massengräber mit den Opfern der Katastrophe. Überlebende versammelten sich anschliessend zum Gebet in einer der wenigen Moscheen an der Küste, die von dem Tsunami nicht zerstört wurden.

Zu den Überlebenden gehört auch die 65-jährige Maryam. Sie konnte sich damals an einem Baumstamm festklammern, während ihre Kinder, ihre Schwiegertochter und deren drei Kinder ertranken. Ihre Leichen wurden nie gefunden, doch Maryam ist überzeugt, dass sie in dem Massengrab neben der Moschee liegen. Allein dort wurden 14'800 Tote bestattet.

Anfang Dezember war die Provinz Aceh erneut von einem Beben der Stärke 6,5 erschüttert worden. Dabei wurden mehr als hundert Menschen getötet, fast 84'000 weitere wurden obdachlos. (SDA)

Publiziert am 26.12.2016 | Aktualisiert am 26.12.2016
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