Möchtegern-Madoff Vom Banken-Boss zum Trainer-Knasti

  • Publiziert: 17.03.2010, Aktualisiert: 13.01.2012

NEW YORK - Im schlabberigen Trainer verlässt Charles Antonucci (59) das Gericht. Vor wenigen Monaten war er noch Banken-Boss. Jetzt nur noch eine billige Madoff-Kopie.

Er war der Boss der privaten Park Avenue Bank in New York, steinreich – und skrupellos. Jetzt ist Charles Antonucci Senior tief gefallen. Mit seinem Anwalt musste er gestern vor Gericht erscheinen. Der Vorwurf: Er hat in die eigene Tasche gewirtschaftet, bestochen, veruntreut und gestohlen. Die Deliktsumme beträgt mehrere Millionen.

Das Geld soll er nicht einfach aus einer reichen Bank geklaut haben – Antonucci beantragte für sein Institut 11,2 Millionen Dollar staatliche Unterstützung. Er ist damit der erste, der sich beim Rettungs-Programm der Regierung verbrecherisch bediente – und «er wird leider auch nicht der letzte sein», wie der zuständige Staatsanwalt sagte.

Laut Anklage hat Antonucci seinen Millionen-Diebstahl begangen, um sein verschenderisches Leben zu finanzieren unter anderem eine Luxus-Reise zum Super Bowl.

Damit ists jetzt vorbei. wie das Bild von Charles Antonucci vor Gericht zeigt, reicht das Geld nicht einmal mehr für einen standesgemässen Anzug. Nun wird ihm wohl bald der Staat die Kleider – und auch eine gut gesicherte Unterkunft – stellen. (bih)

Top 3

1 Teufelskerl! Mann springt aus 731 Metern Höhe – ohne Fallschirmbullet
2 Er wollte kein Hörgerät tragen Marvel kreiert Superhelden für Vierjährigenbullet
3 Auf Sardinien Schweizer (46) stürzt in den Todbullet

Ausland