Vollständig unter Kontrolle Syrische Armee vertreibt IS aus Palmyra

Nach heftigen Kämpfen in der Nacht habe die syrische Armee die Oasenstadt Palmyra wieder vollständig unter ihre Kontrolle gebracht, heisst es aus Militärkreisen.

Syrische Armee vertreibt IS aus Palmyra

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Syrische Soldaten jubelten bereits gestern, als sie die Zitadelle zurückerobern konnten. Nun gehört ihnen wieder die ganze Stadt. play

Syrische Soldaten jubelten bereits gestern, als sie die Zitadelle zurückerobern konnten. Nun gehört ihnen wieder die ganze Stadt.

Keystone

 

Die Armee habe die für ihre antiken Ausgrabungsstätten berühmte Stadt nach heftigen Kämpfen in der Nacht gänzlich unter ihre Kontrolle gebracht, sagte ein Militärvertreter in Palmyra am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Die Dschihadisten hätten sich zurückgezogen.

Die IS-Miliz hatte Palmyra im vergangenen Mai erobert und die Welt in den folgenden Monaten durch brutale Hinrichtungen und die Zerstörung mehrere antiker Tempel, Grabmäler und Skulpturen schockiert, die von der UNO-Kulturorganisation UNESCO als Weltkulturerbe geführt wurden. 

Dabei ging der IS auch unglaublich brutal gegen Menschen vor, die die Bauwerke schützen wollten.

So köpfte die Dschihadistenmiliz im August 2015 den früheren Chef-Archäologen von Palmyra. Der 82-jährige Chaled al-Assaad wurde nach der Enthauptung in den Ruinen von Palmyra aufgehängt.

Vom IS heköpft: Chaled al-Assaad, Bewahrer von Palmyra. play

Vom IS heköpft: Chaled al-Assaad, Bewahrer von Palmyra.

Getty

Dies teilte der Direktor der syrischen Antikensammlungen, Maamun Abdelkarim, mit. Der IS verbreitete damals Fotos im Internet, welche die an einen Pfeiler gefesselte Leiche zeigten.

Vor zwei Wochen starteten die syrische Armee dann mit Unterstützung der russischen Luftwaffe eine Offensive zur Rückeroberung der Stadt in der Wüste nordöstlich von Damaskus. (SDA/bö)

Publiziert am 27.03.2016 | Aktualisiert am 27.03.2016
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9 Kommentare
  • Hubertus  Frankenstein aus Wohlen
    27.03.2016
    Gratulation und grossen Dank an die Russischen Soldaten und natürlich auch an das Militär der Syrischen Regierung. Hoffentlich haben sie weiterhin Erfolg um wieder Frieden ins Land zu bringen.
  • Annemarie   Setz 27.03.2016
    Endlich eine positive Nachricht,die Hoffung gibt, dass wenigstens ein Teil des imposanten Kulturguts gerettet werden kann. Schon so viel haben diese "Gotteskrieger" auf der Welt zerstört. Man denke an Afghanistan mit der Erinnerung an den Buddhismus, an Kulturgüter des Christentums. Wenn es nach den Dschihadisten ginge, gäbe es auf dieser Welt keine Kunst, keine Musik, keine kulturelle Entwicklung, kein Sport, nichts mehr. Dafür aber weltweit die Sharia und monotonte Religiosität.
  • werner   zuercher aus Pfaffnau
    27.03.2016
    das blatt hat sich dank dem militärischen einsatz, den vom westen verschmähten russen gewendet! den kriegstreibern usa und ihren eu-vasallen sollte die schamröte ins gesicht steigen! putin hat den westen von anfang des arabischen frühlings vor parteiergreiffung gewarnt! arabische staaten und demokratie ist ein ding der unmöglichkeit! selbst gaddafi, mubarak oder assad sind das kleiner übel, als die jetztigen zustände! bezahlen muss europa und das mehrfach! dankschön an die usa!
    • Manfred  Kaufmann , via Facebook 27.03.2016
      Richtig Herr Zürcher. Saddam Husein wurde im Iran Irak von den Amis unterstützt und dann fallen gelassen. So ging es auch im Scheich von Persien.Gaddafi musste Eliminiert werden, da dieser künftig Öl nur gegen Gold gibt. Bin überzeugt das im Fort Knox keine 100 Goldbaren mehr liegen.in Syrien bombardierten die Amis 2 jahre lang mit mässigen Erfolg. Die Russen bringen es in 6 Monaten fertig. Ausser einer grossen Klappe haben die Amisnichts drauf!
    • Heiri  Schatzkiste 27.03.2016
      Ganz schön arrogant, aus der sichern Schweiz so eine Behauptung aufzustellen. Die Leute dort haben ebenso wie Sie ein Leben in Sicherheit und Freiheit "verdient" (btw, haben Sie das?). Das Leben in einer Diktatur ist, so weit ich informiert bin, kein Zuckerschlecken. Aber ja, es stimmt, dass wir dann Ruhe hätten und in unserem Reichtum schwelgen könnten, wie es vor den arabischen Frühling war. Egoismus pur!
    • Klaus  Müller 28.03.2016
      Herr Schatzkiste, ich lebte lange in einer Diktatur und da gab es im privaten Bereich teils mehr Rechtssicherheit und Freiheit als heute im Westen. Fragen sie einmal Christen aus arabischen Ländern. Dazu kommt das Problem der künstlichen Grenzziehung vor 100 Jahren. Aber wehe, Leute wollen Grenzen verschieben wie auf der Krim.
  • Thomas  Zürcher 27.03.2016
    Der Islamische Staat verliert in Syrien und im Irak immer mehr Gebiete. Der Traum vom Großkalifat scheint nicht in Erfüllung zu gehen. Die Frage ist verlagert die Terrormiliz ihre Aktivitäten deshalb nach Europa?Sind die Terroranschläge auf Ziele in Europa eine Ausweichstrategie, eine Art Plan B?Die Geheimdienste sind gefordert.Das Ziel der IS ist nach wie vor Europa ins Chaos zu bomben.
  • Oliver  St. Holmenolmendolmen , via Facebook 27.03.2016
    Das wäre schon vor Monaten, wenn nicht Jahren möglich gewesen. Leider war der Westen gemeinsam mit den Türken und den Golfstaaten zu beschäftigt damit, Dschihadisten und Opportunisten gegen die Syrische Regierung zu unterstützen und hat damit den einzigen Widerstand gegen die Radikalen entscheidend geschwächt. Das war mehr als nur dumm.
    Sieht so aus, als hätte nun "das Böse", Russland und der Iran, gemeinsam mit der Regierung Assad, die Kohlen aus dem Feuer geholt.