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Vogelgrippe-Experten aus den USA hatten einen Fall im Norden der indonesischen Insel Sumatra untersucht und Alarm geschlagen: Zuerst sei die Mutter der Familie erkrankt und dann weitere Familienmitglieder. In kurzer Zeit seien die Mutter und fünf Angehörige gestorben. Aber dieser Fall sei etwas Besonderes. Das meldete das australische Radio ABC Radio National.
Denn ähnliche Fälle hatte es auch bisher schon gegeben. Gerade in Indonesien, wo Geflügel und Menschen auf engstem Raum zusammenleben. Doch bisher konnte nie bewiesen werden, dass der lebensgefährliche und hochansteckende Vogelgrippe-Virus H5N1 dabei von Mensch zu Mensch übertragen wurde. Immer war man davon ausgegangen, dass sich die Menschen an den Tieren infiziert hatten.
Mit den bei uns üblichen Vorsichtsmassnahmen in der Tierhaltung war daher bisher die Krankheit bei uns unter Kontrolle gehalten worden. Jetzt, mit dem Fall auf Sumatra, ist das schlimmste Szenario eingetreten: eine Mutation des H5N1-Virus, so dass dieser jetzt auch von Mensch zu Mensch überspringen kann.
Damit, so die US-Experten, sei auch eine Vogelgrippe-Pandemie nicht mehr unmöglich.
Auf den Fall in Nordsumatra angesprochen, sagte Gregory Hartl, Vogelgrippe-Experte der Weltgesundheitsorganisation WHO gegenüber Blick Online: «Wir werden nie 100 Prozent sicher sein können, aber epidemiologische Beweise dafür (für die H5N1-Übertragung von Mensch zu Mensch) sind vorhanden.»
Beim Bundesamt für Gesundheit hatte man keinerlei Kenntnis von diesem alarmierenden Fall und konnte daher auch keine Stellungnahme abgeben.