Vogelgrippe - Armee-Chef Keckeis blickt in die Zukunft

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • GEORGES WÜTHRICH

BERN – Es ist kein internes Übungspapier. Nein, Armeechef Christophe Keckeis (57) malt in der «Allgemeinen Schweizerischen Militärzeitschrift» (ASMZ) ein Pandemie-Szenario an die Wand, das nicht nur bei Gesundheitsexperten Kopfschütteln auslöst.Das Keckeis-Szenario:Gefährliche Unruhen in weiten Teilen Europas in Folge einer Pandemie.Ganz Europa kämpft gegen eine irgendwie eingeschleppte tödliche Krankheit.Anfänglich sieht es so aus, als hätten die Gesundheitsbehörden die Lage bald unter Kontrolle.Doch dann trifft uns eine zweite Welle voll. Die rund 25 Millionen Toten der Spanischen Grippe 1918 sind wenig im Vergleich, was uns jetzt erwartet.Grosse Angst macht sich breit. Den Medien wird ein Plan von streng bewachten Quarantäne-Stationen in den Alpen zugespielt. Dieser Plan bewirkt gewaltige Proteste.Einspruch! Der oberste Gesundheitsbeamte der Schweiz, Thomas Zeltner (58), kontert: «Quarantäne-Stationen in den Alpen machen medizinisch keinen Sinn, abgesehen davon, dass eine solche Massnahme gesetzeswidrig wäre. Das Epidemie-Gesetz verbietet in Artikel 21 die Absperrung ganzer Ortschaften oder Landesteile.»Weiter im Text Keckeis: Mittlerweile ist über ein Sechstel der Bevölkerung angesteckt. Die Apotheken müssen vor Plünderungen geschützt werden.Der Direktor des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) schüttelt den Kopf: «Dieses Szenario geht offensichtlich so weit, dass eine Pandemie eine Staats- und Sicherheitskrise auslöst.

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