Vier Tote in australischem Vergnügungspark «Meine ganze Familie wurde ausgelöscht»

BRISBANE (AUS) - In dem australischen Vergnügungspark «Dreamworld» nahe Brisbane ist es zu einem tragischen Unfall gekommen: Das Gefährt einer Wildwasserbahn kippte um. Vier Menschen starben.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Genf, Sydney, Washington Frauen marschieren gegen Trump
2 Lawinen-Drama Giorgia G. (22) aus Rapperswil SG lebt!
3 Das meint BLICK zum Amtsantritt Enttäuschen Sie uns, Mr. President!

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
5 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

Schrecklicher Wildwasserbahn-Unfall in Australien: In dem Familienfreizeitpark «Dreamworld» an der Goldküste kippte am Dienstag ein Gefährt mit fünf Passagieren um. Vier Menschen verloren dabei ihr Leben.

Für eine Familie ist der Unfall ganz besonders tragisch. Kim Dorsett hatte kurz entschlossen den Familienurlaub an dem beliebten Urlaubsziel nahe Brisbane verlängert. Auf dem Programm der Familie stand ein Besuch des Parks «Dreamworld«.

Bei dem Wildwasserbahn-Unfall verlor Dorsett ihre Tochter Kate Goodchlid (32) und ihren Sohn Luke (35). Auch dessen Partner Roozbeh Araghi (38) starb.

Zwei Kinder verloren ihre Mütter

»Ich habe zwei meiner drei Kinder verloren – meine ganze Familie wurde ausgelöscht«, sagte Kim Dorsett der Zeitung «The Sydney Morning Herald Sun». «Ich habe zwei Enkelinnen, eine acht Monat alte und eine zwölfjährige, und es bricht mir wahrhaft das Herz, dass meine Achtmonatige niemals ihre Mama kennenlernen wird.«

Das 12 Jahre alte Mädchen überlebte. Sie und der zehn Jahre alte Kieran Low wurden aus dem Wildwasser-Gefährt geschleudert. Auch die Mutter des Jungen, Cindy Low, kam bei dem Unfall ums Leben. Die 42-Jährige war das vierte Opfer der Tragödie.

Sicherheitsinspektion vor einem Monat

Wie es zu dem Unfall der Wildwasserbahn «thunder River Rapids» kam ist noch unklar. Die Passagiere sitzen angeschnallt in grossen Reifen. Über ein Förderband fahren sie durch künstliche Stromschnellen und Kanäle. Das Unfall-Gefährt kippte am Ende der Fahrt und stiess mit einem anderen Reifen zusammen. Laut Rettungssanitätern sollen technische Störungen bei der Wildwassebahn aufgetreten sein. Noch vor einem Monat habe der Freizeitpark erfolgreich die jährliche Sicherheitsinspektion absolvierte, so «Dreamworld». 

Nach dem Unglück blieb die Freizeitattraktion zunächst geschlossen. Am Freitag soll sie wieder für Besucher geöffnet werden. (sjf)

Publiziert am 27.10.2016 | Aktualisiert am 27.10.2016
teilen
teilen
5 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

6 Kommentare
  • Roger  Berger 27.10.2016
    Es ist leider davon auszugehen, dass die Abstände, in welchen sich die Reifen vorwärts zu bewegen haben, ungenügend sind, und eine automatische Stoppfunktion fehlt. Nur so kann es passieren, dass ein Reifen quasi auf den anderen aufläuft.
    • alfred  Ferner aus stansstad
      27.10.2016
      Grausam ... mit herzliches Beileid !
      An der falsche Zeit am falschen Ort ...
  • Vreni  Huber , via Facebook 27.10.2016
    Michael Tomov diese Bahnen werden alle geprüft und müssen eine gewisse Sicherheit haben damit sie zugelassen werden. Passieren kann immer was und das muss man wissen wenn man mitfährt. Passen sie auf wen sie über die Strasse laufen, da gibts auch Autofahrer die den Brief gekauft haben.
    • Michael  Tomov aus Koror
      27.10.2016
      @Huber: Was Sie nicht sagen! Zufällig arbeite ich selber im Aufsichtsbereich und weiss genau, wie Solches zustande kommt. Die Frage ist nie, was auf dem Papier steht, sondern was und wie es anschliessend gemacht wird, wenn überhaupt!
  • Michael  Tomov aus Koror
    27.10.2016
    Die Extremattraktionen der Vergnügungsparks bieten ein enormes Gefahrenpotential. Man vertraut sein Leben irgendwelchen Leuten mit Schraubenschlüsseln an. Würde ich mit meinen Kindern nie tun. Und gleichzeitig regen sich die gleichen Leute über angeblich ungesundes Essen auf. Wer springt denn schon aus dem Flugzeug mit einem Fallschirm, den der Nachbar im Hobbyraum gebastelt hat?
    • René  Gruber 27.10.2016
      Sie vertrauen ihr Kind keinem an welcher mit Schraubenschlüssel seine Arbeit macht? Dann machen sie den Service an ihrem Auto selber? Fliegen nie mit ihren Kindern, benützen den ÖV nicht, leben in einem Zelt?
      Der Unfall ist tragisch aber 100 Prozentige sicherheit werden wir nie bekommen.