Anwohner in Guatemala City klagen an Verursachten Lastwagen das Horror-Loch?

GUATEMALA – Das Bild vom gigantischen Loch in Guatemala City geht um die Welt. Jetzt erheben Anwohner schwere Vorwürfe: Der Lastwagen-Verkehr im Quartier sei schuld am Horror-Schlund.

  • Aktualisiert am 19.01.2012
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Der 60 Meter tiefe Krater hat ein dreistöckiges Haus einfach verschluckt. Darin untergebracht war eine ganze Kleiderfabrik. Auch ein Mensch wurde in die Tiefe gerissen und getötet.

Die Behörden führen das Loch auf den Tropensturm Agatha zurück. Die enormen Regenmengen hätten den Boden unterspült.

Doch so einfach kommt die Stadtverwaltung nicht davon. Anwohner der «Zona 2», die mitten in der Hauptstadt liegt, erheben jetzt schwere Vorwürfe, wie «La Prensa», die grösste Tageszeitung Guatemalas, berichtet.

Die Ursache des Loches sei der enorme Lastwagenverkehr, sagt Augusto Lopez Rincon vom Quartierverein. «Hier passieren 24 Stunden am Tag Laster von einem nahen Fuhrpark. Das löst Erschütterungen aus, so dass die Abwasserleitungen unter der Erde auseinander driften.»

Anwohner baten Bürgermeister vergebens um Hilfe

Die Anwohner klagen an: Seit sieben Jahren hätten sie bei Bürgermeister Alvaro Arzu, dem ehemaligen Staatspräsidenten, immer wieder um einen Termin gebeten. Sie wollten ihn bitten, den Fuhrpark mitten im Wohnquartier zu schliessen. Doch sie seien nie angehört worden, kritisiert Lopez.

Die Ursache und die Rolle der Behörden werden jetzt untersucht. Staatsanwalt Sergio Morales hat die Ermittlungen aufgenommen.

Inzwischen staunt die Welt weiter über das gigantische Loch. Und die Menschen in Guatemala fürchten sich vor neuen Erdrutschen und Überschwemmungen. (roc)

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