Vertrauliche Dokumente entdeckt Russen nutzten Wikileaks für Propaganda

Der russische Geheimdienst soll die Enthüllungsplattform Wikileaks für Propaganda missbraucht haben. Unter den Opfern ist auch Angela Merkel.

Russischer Geheimdienst nutzt Wikileaks für Enthüllungen play
Julian Assange hat etwas gegen Hillary Clinton. Frank Augstein

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Fehldiagnose! Portugiese verbringt 43 Jahre im Rollstuhl
2 Broc Brown misst 2,33 Meter Der leidende Riese von Michigan
3 Mitten in beliebtem Ausgeh-Viertel Bombenanschlag in Budapest

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
22 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

Der russische Geheimdienst nutzt laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Focus» die Enthüllungsplattform Wikileaks gezielt für Desinformations- und Medienkampagnen in westlichen Ländern. Das Magazin beruft sich dabei auf ein «vertrauliches Dossier» der deutschen Bundesregierung.

Mit lancierten Berichten sollten Staaten des westlichen Verteidigungsbündnisses NATO diskreditiert und das Ansehen Russlands erhöht werden.

In dem «Focus«-Bericht wird ein hoher Sicherheitsbeamter mit der Äusserung zitiert, Moskau habe zum Beispiel 2009 Wikileaks mit vertraulichen Bundeswehr-Unterlagen über die Bombardierung von zwei Tanklastzügen in Afghanistan mit mehr als 100 Toten versorgt. «Damit stand die Bundeswehr und die gesamte NATO am Pranger», sagte der Regierungsbeamte.

Auch Merkel attackiert

In einem anderen Fall sei es den Russen gelungen, Bundeskanzlerin Angela Merkel und den US-Geheimdienst NSA vorzuführen. Am 11. Oktober 2011 habe Merkel während einer Vietnam-Reise mit ihrem Büro in Berlin telefoniert. In diesem Gespräch habe sie berichtet, dass sie nicht wisse, wie sie sich in der griechischen Finanzkrise verhalten solle.

Eine Zusammenfassung dieses Telefonats, dem Dokument zufolge offensichtlich von der NSA belauscht, tauchte laut «Focus» 2015 über WikiLeaks in deutschen Zeitungen auf.

Assange ist gegen Clinton

Wikileaks-Gründer Julian Assange steht derzeit wegen einer möglichen Einmischung in den US-Wahlkampf in der Kritik. Der Australier, der aus seiner Antipathie gegen die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton nie ein Geheimnis gemacht hat, will demnächst Dokumente veröffentlichen, vermutlich zur E-Mail-Affäre von Clinton.

In ihrer Zeit als Aussenministerin hatte Clinton dienstliche E-Mails über einen privaten Server laufen lassen. Ihr Gegenkandidat Donald Trump hatte in diesem Zusammenhang Russland öffentlich aufgefordert, Hillary Clintons E-Mails zu hacken.

Bei einem Wahlkampfauftritt sagte er wörtlich: «Russland, wenn ihr zuhört. Ich hoffe, ihr schafft es, die 30'000 E-Mails zu finden, die verschwunden sind. Ihr würdet von unserer Presse dafür belohnt.» (SDA)

Publiziert am 23.09.2016 | Aktualisiert am 23.09.2016
teilen
teilen
22 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

2 Kommentare
  • Beat  Schenker aus Lugano
    23.09.2016
    Und als Verantwortlicher Weltenbürger spielt Julian Assange mit, aber für seine eigenen Taten will er die Verantwortung nicht tragen.
    Der ist einfach lächerlich, hätte er Recht wäre nicht durch alle Instanzen die Auslieferung bestätigt worden. Soweit mir bekannt ist Schweden ein Rechtsstaat, dort kann er seine Rechte verteidigen.
    • Roland  Buehler , via Facebook 23.09.2016
      auslieferung bestaetigt , wunder mich warum den, kann ja nur stimmen was da vorausberichtet wird, man will ja auchnicht entlarvt warden oder , was laecherlichist ist die mitgeherei von einem Bonzisystem welches ja nur neue kreditbanken zinsen rkzahlg herstellen ansonsten es zu klar wuerde wie viel gled austehend ist wie auch ohne znsen 4 trillionen zurueck erwirtschaftet warden muessten u zwar ab heute somit bis 2030, dann waere ruhe abe r wie ??