Versinkt halb Köln im U-Bahn-Schacht?

KÖLN (D) – Die Kölner Feuerwehr hat nach dem Einsturz-Drama an der Severinstrasse Alarm ausgelöst. Jetzt stehen auch noch zwei Schulen vor dem Kollaps.

  • Aktualisiert am 14.01.2012

Heute früh hat die Feuerwehr mit dem Abriss der Häuserruinen begonnen, die an das eingestürzte Historische Stadtarchiv grenzen. Mit zwei Spezialkränen soll zuerst das Haus rechts der Archivtrümmer abgetragen werden, hiess es. Danach arbeite man sich von der Rückseite an das Haus auf der linken Seite heran.

Dort werden die Leichen der zwei Vermissten vermutet. Bis die Suche nach ihnen beginnen kann, wird es «vermutlich noch 24 Stunden dauern», sagte der Einsatzleiter. Laut «Bild.de» handelt es sich bei den Vermissten um die beiden Nachbarn Khalil G. (23) und Kevin K. (17).

150 Meter Gefahrenzone

Das Archivgebäude war am Dienstag nach vorn gekippt und in einem 28 Meter tiefen Schacht einer U-Bahn-Baustelle versunken (Blick.ch berichtete). Doch an der Severinstrasse sind weitere Häuser in Einsturzgefahr – auf einer Länge von 150 Metern. Darunter sind ein ehemaliges Polizeipräsidium und zwei Schulen.

Statiker hatten an mehreren Fassaden Gipssiegel angebracht, um die Erdbewegung sichtbar zu machen. Fast alle Plomben sind inzwischen gebrochen – weil sich der Boden unter den Häusern weiter gesenkt haben dürfte! Die Retter arbeiten nach wie vor unter Lebensgefahr. (SDA/dip)

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Blick auf die Trümmer über dem U-Bahn-Schacht.- Keystone/Reuters

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