
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Die in Chile eingeschlossenen Bergleute sollen sich mit einer Ausbildung in Schlachtfeld-Medizin gegen Notfälle bei den Rettungsarbeiten wappnen.
Drei oder vier der Kumpel würden in «innovativen Techniken» geschult, die von der US-Armee im Irak und in Afghanistan eingesetzt würden, sagte der Chef der chilenischen Marine, Andres Llarena, der Tageszeitung «La Tercera».
Dies beinhalte die Behandlungen von blockierten Atemwegen, offenen Brüchen und schweren Blutungen. Nötig sei das Training, weil die Bergleute bei den Rettungsarbeiten helfen müssten, grosse Mengen Erde und Geröll zu bewegen. Dabei seien schwere Unfälle nicht ausgeschlossen.
150 Meter in 24 Stunden
Einer der zur Rettung der 33 in einer chilenischen Mine eingeschlossenen Bergleute eingesetzten Bohrer ist bereits bis in eine Tiefe von 268 Metern vorgedrungen.
Die als zweiter Bohrer in Betrieb genommene Bohrmaschine «T-130» habe allein in den vergangenen 24 Stunden einen Fortschritt von 150 Metern gemacht, sagte der Einsatzleiter der Rettungsbohrungen, Andres Sougarret.
Die Bergleute sitzen seit über einem Monat in einer Tiefe von 700 Metern in der Kupfer- und Goldmine in Copiapo fest. Der seit Sonntag eingesetzte Bohrer überholte den Angaben zufolge inzwischen die zuerst in Betrieb genommene Bohrmaschine «Strata 950», die bislang bis in eine Tiefe von 141 Metern gebohrt hat.
Der «T-130» befinde sich aber erst auf seiner ersten Etappe, dämpfte Sougarret Hoffnungen auf eine schnellere Befreiung der 33 Kumpel. Der Bohrer soll in einem ersten Durchgang einen bereits bestehenden Versorgungsschacht bis in eine Tiefe von 630 Metern von derzeit zwölf Zentimetern Durchmesser auf 30 Zentimeter Durchmesser erweitern.
In einem zweiten Schritt soll der Bohrer den Schacht dann auf bis zu 70 Zentimeter erweitern. Die Befreiung der Bergleute kann sich nach Einschätzung der Rettungskräfte bis Dezember hinziehen. (SDA/gca)