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Die Madrider Zeitung «El Pais» hat Zugang zu Quellen, die durchaus verlässlich erscheinen: Das Blatt beruft sich auf Informationen aus dem Gregorio-Maranon-Krankenhaus in Madrid. Dessen leitender Chirurg José Luis Garcia Sabrido war im Dezember zur Untersuchung des 80 Jahre alten Castro nach Kuba geflogen
Dem «Máximo Líder» soll es sehr schlecht gehen: Drei Operationen seien fehlgeschlagen und nach einer Darminfektion seien Komplikationen aufgetreten, schreibt «El Pais» heute auf seiner Website. Wie eine der Quellen berichte, soll Castro nun an einer Entzündung der Gallenblase leiden. Falls die Information stimmt, sind die Aussichten, dass Castro jemals auf seinen Posten zurückkehren und stundenlange Reden halten wird, denkbar schlecht: Statistisch gesehen, überleben vier von fünf Patienten diese Infektion nicht!
Zum Jahreswechsel hatte das kubanische Regime noch auf Zweckoptimismus gemacht: In einer Castro zugeschriebenen Erklärung hiess es, das Bemühen um Genesung sei «weit davon entfernt, eine verlorene Schlacht zu sein».
Doch der starke Mann des Inselstaates ist seit Ende Juli ausser Gefecht: Da hatte er mitgeteilt, dass er sich einer Notoperation am Darm habe unterziehen müssen. Seine Amtsgeschäfte übertrug er seinem Bruder, Verteidigungsminister Raul Castro.