Verlierer sprechen von Wahlfälschung Serbe wird Bürgermeister in Massaker-Stadt Srebrenica

In der ostbosnischen Stadt Srebrenica wurde erstmals ein Serbe ins Bürgermeister-Amt gewählt. Die Wahl überrascht. Gegner sprechen von Wahlfälschung.

Trauer um die Ermordeten - eine bosnische Muslimin in Srebrenica. play
Srebrenica ist weltweit wegen des Massakers bekannt. FEHIM DEMIR

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Erstmals wird ein Serbe Bürgermeister in der ostbosnischen Stadt Srebrenica, wo serbische Verbände 1995 bis zu 8000 muslimische Jungen und Männer ermordet hatten. Mladen Grujicic habe bei den Kommunalwahlen vor über einer Woche 64 Prozent der Stimmen erhalten.

Das teilte die staatliche Wahlkommission am Dienstag in Sarajevo mit. Damit sei der bisherige muslimische Bürgermeister Camil Durakovic deutlich auf dem zweiten Platz gelandet. Wegen behaupteter Wahlfälschungen waren die Stimmzettel von Srebrenica überprüft worden.

Die grösste muslimische Partei SDA von Staatspräsident Bakir Izetbegovic will sich offensichtlich mit der Niederlage ihres Kandidaten in nicht abfinden und hat Neuwahlen in dieser Stadt verlangt.

Es habe massive Wahlfälschung gegeben, weil rund 3000 Serben, die schon lange nicht mehr in Srebrenica leben, ihre Stimme abgegeben hätten, hiess es weiter. Internationale Gerichte hatten das Massaker von 1995 als Kriegsverbrechen bezeichnet. (SDA)

Publiziert am 11.10.2016 | Aktualisiert am 15.12.2016
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