Verkehrschaos auf letzter Reise

  • Publiziert: 14.07.2005, Aktualisiert: 02.01.2012

CHICAGO – Die Hecktüre stand offen und von der Ladung fehlte jede Spur. Doch weit musste der Leichenwagen-Fahrer nicht suchen: Der tote Mr. Haynes steckte mitten im Stau.

Sie fuhr gerade zur Arbeit, als sie das weisse Etwas auf dem US-Highway 175 liegen sah. «Es sah aus wie ein Paket, das von einem Lastwagen gefallen war», sagt Mary Ellen Douglas in der US-Zeitung «The Dallas Morning News». Gerade noch rechtzeitig konnte sie einen Bogen um das Riesenpack machen. Da bemerkte sie die Füsse – und die Trage.

Das vermeintliche Paket war Mr. Haynes. Sein Leichnam war in ein weisses Laken eingewickelt und auf einer Bahre festgezurrt worden. «Der Fahrer des Leichenwagens bemerkte lange nicht, dass er den Toten verloren hatte», so ein Polizist. Als er dann endlich die offene Hecktüre sah, habe er sein Fahrzeug sofort gewendet und sich auf der Schnellstrasse auf die Suche nach dem Körper gemacht.

Dieser wurde rasch gefunden. Der tote Mr. Haynes hatte einen Stau verursacht, weil alle Autofahrer einen grossen Bogen um ihn machten. Immerhin blieb die Leiche unversehrt – und Mr. Haynes konnte schliesslich seine letzte Reise fortsetzen.

play Dieser Sarg blieb bewusst leer: Ein Gegner des G-8-Gipfels in Gleneagles, Schottland, trägt die Attrappe vor Polizisten durchs hohe Gras. (Keystone)

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