Verhandlungen vertagt Ceta-Kanada sagt Gipfelteilnahme ab

BRÜSSEL (BEL) - Die kanadische Regierungsdelegation hat ihre Reise nach Europa zur ursprünglich geplanten Unterzeichnung des Ceta-Abkommens zwischen Europa und Kanada abgesagt.

Ceta-Abkommen: Kanada sagt Besuch am EU-Gipfel ab play
Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat seine Belgien-Reise abgesagt. Reuters

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Die kanadische Regierungsdelegation hat ihre Reise nach Europa zur ursprünglich geplanten Unterzeichnung des Ceta-Abkommens zwischen Europa und Kanada abgesagt. Die innerbelgischen Verhandlungen zu Ceta waren zuvor unterbrochen und auf Donnerstag verschoben worden.

Am Donnerstag sollte das Ceta-Abkommen eigentlich bei einem EU-Kanada-Gipfel feierlich unterzeichnet werden. Am Mittwochabend meldete ein Sprecher des kanadischen Handelsministeriums jedoch, Premierminister Justin Trudeau werde nicht nach Brüssel fliegen.

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada sei noch nicht finalisiert, so die Begründung. Kanada sei weiterhin bereit, das wichtige Abkommen zu unterzeichnen, wenn Europa bereit sei, sagte Alex Lawrence, Sprecher der kanadischen Handelsministerin Chrystia Freeland.

Seit Dienstagnachmittag hatte die belgische Regierung mit Vertretern der Regionen über Ceta verhandelt. Die Wallonie, die Hauptstadtregion Brüssel und die französischsprachige Gemeinschaft stellen sich gegen Ceta. Ohne ihre Zustimmung kann die belgische Regierung ihrerseits dem Handelsabkommen nicht zustimmen.

Das Handelsabkommen muss von allen EU-Mitgliedsländern angenommen werden. Solange Belgien nicht zustimmt, kann die EU nicht unterschreiben. (SDA)

Publiziert am 27.10.2016 | Aktualisiert am 27.10.2016
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  • kurt  oberle aus Havelsee
    27.10.2016
    Europa, Kanada und die USA müssen sich wirtschaftlich enger zusammenschliessen, um in Zukunft gegen die BRICS-Staaten bestehen können. Die Handelsverträge Ceta und TTIP werden kommen, ob in der vorliegenden Form oder mit nachverhandeltem Inhalt wird die Zukunft zeigen.
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    27.10.2016
    Alle Versprechungen welche die EU-Spitze Wallonien macht sind doch erlogen. Wenn sich scheinbar nichts ändert - warum muss denn dieses total überflüssige Abkommen denn überhaupt her? Nur damit sich einige Wenige von Wirtschaft und Politik die eigene Kasse füllen können. Gut gemacht Wallonie - das Volk denkt und Gott lenkt.
    ewz
  • Heinrich  Zimmermann aus Fulenbach
    27.10.2016
    Diese Freihandelsabkommen
    dienen einzig und allein den Grosskonzernen. Darum wird auch keine Transparenz aufgezeigt wie diese Verträge überhaupt formuliert sind. Es wird wieder einmal aufgezeigt das ein paar EU-Politiker über ein ganzes Volk bestimmen wollen ohne schlussendlich Verantwortung zu übernehmen für die Kleinen denen es an den Kragen geht. Gratulation an die Walonen.
  • michel  koeb 27.10.2016
    Hormonfleisch aus den USA...Poulet mit Javelwasser usw. NEIN Danke...das ist das CETA Abkommen ! Bravo an Belgien / Wallonien ! ! ! !
  • Meyer  Roman aus Aarau
    27.10.2016
    So ist es Richtig.

    Jetzt ist Schluss mit dem ewigen Gestürm von der EU.

    Die Menschen, Länder, Volker mögen das nicht wenn immer Druck gemacht wird.

    Bravo Belgien so ist es Recht.
    Das Abkommen ist sehr schlecht für die kleinen, klar die Globalen Firmen, das sind die Gewinner wie immer.