Oranje-Mädchen Verhaftete «Beer Babes» unter Schock

JOHANNESBURG – Die Fifa liess zwei Holländerinnen nach dem Spiel Niederlande – Dänemark verhaften. Begründung: Schleichwerbung im Stadion. Jetzt wird die Angelegenheit zur Staatsaffäre.

  • Publiziert: 18.06.2010, Aktualisiert: 19.01.2012

Getarnt als Däninnen entern junge, hübsche Frauen das Stadion. Drinnen gibt es einen kleinen Striptease – und aus den rotweissen Däninnen werden Oranje-Mädchen, die viel Aufmerksamkeit mit ihrem Tanz und ihrem Aussehen auf sich ziehen. Auch die der Fifa.

Die liess die «Beer-Babes» wegen verhaften (Blick.ch berichtete). Als Rädelsführerinnen werden zwei Frauen gehandelt: Barbara Castelein und Mirthe Nieuwpoort. Sie wurden eingesperrt und erst wieder gegen eine Kaution in der Höhe von 1000 Euro freigelassen.

«Die Frauen sind völlig traumatisiert. Sie wurden behandelt wie Gewalttäter», sagte der Anwalt der beiden Frauen, Kobus Lowies. Jetzt schaltete sich gar der niederländische Aussenminister Maxime Verhagen ein und bezeichnete das rigorose Verhalten der südafrikanischen Polizei sowie des Weltverbandes Fifa als «absurd».

Die Fifa vermutet hinter der Aktion ein sogenanntes «Ambush Marketing», auch bekannt als Schmarotzer-Marketing. Darunter versteht man gezielte Werbeaktionen von Firmen, die ein Grossereignis ausnutzen, bei dem sie selbst nicht offizieller Sponsor sind.

Als Premium-Partner der Fifa ist ausschliesslich der US-Biermarke Budweiser Werbung an offiziellen Schauplätzen des WM-Turniers vorbehalten. Die Fifa hat mittlerweile Klage gegen die Initiatoren der angeblichen Kampagne eingereicht. (num/SDA)

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