Verbot von Streu-Munition: Schweiz dagegen

  • Publiziert: 18.02.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

WELLINGTON – In Neuseeland hat heute die letzte Verhandlungsrunde für ein weltweites Abkommen zum Verbot von Streumunition begonnen. Die Schweiz ist gegen ein totales Verbot.

Der neuseeländische Verteidigungsminister Phil Goff sagte bei der Eröffnungszeremonie, auch Jahrzehnte nach dem Einsatz von Streumunition würden noch Menschen von den Sprengkörpern getötet oder schwer verletzt.

Blindgänger gefährdeten das Leben von Zivilisten genauso wie Landminen, sagte Goff. Mit dem Problem der Streumunition müsse darum in gleicher Weise umgegangen werden.

Nicht an der Konferenz vertreten sind Länder wie die USA, Russland, China, Israel, Indien und Pakistan. Diese Staaten lehnen ein umfassendes Verbot von Streumunition ab und gehören zu den wichtigsten Produzenten und Anwendern dieser Waffen.

Die Schweiz, die 200000 Streumunitionssysteme besitzt, will nicht für ein totales Verbot eintreten. Ihre Delegation in Wellington wird von Beat Nobs geleitet, dem Schweizer Botschafter in Neuseeland. (SDA)

Vor allem gegen Zivilisten

Streubomben sind Behälter mit zahlreichen kleinen Sprengladungen. Sie haben seit dem Zweiten Weltkrieg weltweit Zehntausende Zivilisten getötet und schwer verletzt. In jüngster Zeit wurde Streumunition unter anderem im Irak, in Afghanistan, im Kosovo und in Libanon eingesetzt.

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