Vegi-Tag eingeführt Norwegische Armee sagt Fleisch den Kampf an

OSLO - Für die Armee Norwegens gilt künftig: Montag ist Vegi-Tag. Damit sollen pro Jahr 150 Tonnen Fleisch gespart werden.

Auf ein saftiges Schweinskotelett müssen die norwegischen Streitkräfte montags nun verzichten. play

Auf ein saftiges Schweinskotelett müssen die norwegischen Streitkräfte montags nun verzichten.

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Die norwegischen Streitkräfte werden zu Teilzeit-Vegetariern. Aus «Respekt für die Umwelt» werden in den Kantinen aller Einheiten im In- und Ausland montags keine Fleischgerichte mehr angeboten. Das teilte Eystein Kvarving, Sprecher des Generalstabs, heute mit.

«Es geht nicht darum, Geld zu sparen», sagte Kvarving. «Es geht darum, sich mehr um das Klima zu kümmern, ökologischer und auch gesünder zu sein.» Nachdem ein Vegi-Testlauf in den grössten Kantinen der Armee bereits erfolgreich verlaufen war, entschied man sich, das Projekt auf die gesamte Armee auszuweiten.

150 Tonnen Fleisch sparen

Dank des Vegi-Tags sollen jedes Jahr 150 Tonnen Fleisch eingespart werden. Laut der UN-Ernährungsorganisation FAO ist die weltweite Viehwirtschaft verantwortlich für 18 Prozent der Treibhausgas-Emissionen.

Die norwegische Umweltschutzorganisation «Framtiden i vaare hender» («Die Zukunft liegt in unseren Händen») begrüsste die Entscheidung des Militärs. Sie nehme «die Klima- und Umweltprobleme ernst», lobte der Vorsitzende Arild Hermstad. Nach Angaben der Organisation isst jeder Norweger in seinem Leben im Durchschnitt mehr als 1200 Tiere. (SDA/lha)

Publiziert am 19.11.2013 | Aktualisiert am 19.11.2013
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  • Antonietta  Tumminello , via Facebook 20.11.2013
    Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7–16 kg Getreide oder Sojabohnen. Dies kann ohne Übertreibung als die effektivste Form von Nahrungsmittelvernichtung bezeichnet werden. In den USA fressen die rund 8 Milliarden Schlachttiere 80 Prozent der Getreideernte. Bei den Sojabohnen dienen weltweit sogar 90 Prozent als Futtermittel. Rund ein Drittel des weltweit produzierten Getreides wird an Tiere verfüttert, um deren Fleisch zu essen.
  • Marc  Toscano aus Basel
    20.11.2013
    Die sollen erst mal dafür sorgen, dass die Schwellenländer sich in Sachen Umwelt.- und Klimaschutz mehr anstrengen als Soldaten das Essen zu vermiesen. Frag mich nur ob der Montag auch für die regierenden Politiker gilt? Wahrscheinlich nicht die dürfen jeden Tag Ihr Steak essen.
  • Dominik  Dort aus Timbuktu
    , via Facebook
    20.11.2013
    Die angeführte FAO Studie ist leider nur bedingt genießbar, denn sie berücksichtigt nicht den Schwund an CO2-Senken eben durch die Tierhaltung, allen voran dem für Tierfutter gerodeteten Regenwald und der fehlenden Wiederaufforstung. Der reale Anteil der "Herstellung" von Tierprodukten am Klimawandel dürfte lt. Worldwatch ca. 51 Prozent ! betragen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen... insofern kann ein Veggie-Tag nur ein kleiner erster Schritt sein.
  • Emmanuel  Mindanao 20.11.2013
    ich bin Bodybuilder und esse jeden Morgen um 05.00 Uhr 300 Gramm Rinderfilet. Über den Tag verteilt noch ca 1.5 Kg. Trutenfleisch oder Fisch. Und das jeden Tag. Das sagt wohl alles was ich über diesen Vegi Mist denke.
  • Andre  Boulanger aus Embrach
    20.11.2013
    Schön dass die Norweger keine Grösseren probleme haben. Aber es kommt der Tag an dem die Menschheit hungert.