Kommt nun das Chaos? Die 100 ersten Tage von Präsident Trump

Trump straft (fast) alle Experten Lügen und mauserte sich vom Aussenseiter zum wahrscheinlichen Wahlsieger. BLICK sagt, was jetzt passiert.

Trump im Oval Office: Die Photoshop-Spielerei von einst wird wohl Realität. play

Trump im Oval Office: Die Photoshop-Spielerei von einst wird wohl Realität.

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Bei über 95 Prozent sehen die Statistiker der «New York Times» am frühen Mittwochmorgen die Chancen von Donald Trump (70), heute zum Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt zu werden. 

Eine Sensation. Der Übergang von Obama zu Trump wird wohl chaotischer werden als vieles, was wir bei den letzten Wahlen erlebt haben.

Börsen-Crash

Gewinnt Trump heute, sacken weltweit die Börsen ab. Der US-Dollar bräche ein, vor allem aber der mexikanische Peso. Der Franken würde zur globalen Fluchtwährung.

Bis am 20. Januar ein Kabinett zu bilden und Minister zu bestellen, fiele Trump wohl schwer. Abgesehen von New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani (72) und New Jerseys Gouverneur Chris Christie (54) fehlen ihm Personen mit Regierungserfahrung. Erfahrene Republikaner haben ihm bislang die kalte Schulter gezeigt.

Aus Reden erahnen, was Trump genau will

Zwar arbeiten für Trump Experten, die ein Regierungsprogramm ausarbeiten. Diese aber tappen seit Monaten im Dunkeln, sie bekommen Trump nur selten zu sehen. Stattdessen ist aus ihrem Umfeld zu hören, versuchen sie aufgrund von Trumps Reden zu erahnen, was er genau will. Kein einfaches Unterfangen, denn Trump widerspricht sich dauernd.

Kopf stünde der Verwaltungsapparat in Washington. Seit acht Jahren sind die Spitzenpositionen besetzt durch Vertraute von Barack Obama (54). Clinton würde einige übernehmen. Für Trump aber wollen sie nicht arbeiten.

Freude in Slowenien

Seine grösste Herausforderung wäre demnach, frei werdende Ämter zu besetzen.

Die Zunft der Diplomaten in Washington wäre in Aufruhr. Zwar fänden sich die Westeuropäer rasch mit ihm ab. Aber die Lateinamerikaner und die Osteuropäer hätten grösste Mühe. Sie fürchten eine Achse Trump-Putin.

Er freut sich auf die First Lady: Slowenischer US-Botschafter Bozo Cerar. play
Er freut sich auf die First Lady: Slowenischer US-Botschafter Bozo Cerar.

Ein Botschafter würde bei einem Trump-Sieg feiern: Bozo Cerar (67), Gesandter von Slowenien in Washington. Seit Monaten hofft er, mit Melania Trump (46) erstmals eine gebürtige Slowenin im Weissen Haus zu wissen.

Ziemlich sicher würde Trump nach Moskau reisen und sich mit Russlands Präsident Wladimir Putin (64) treffen. Was die Börsen ein weiteres Mal zum Abstürzen brächte. 

Mehrheit im Kongress

Gewinnt Trump, haben die Republikaner ziemlich sicher eine Mehrheit im Kongress. Sind ihm die republikanischen Parlamentarier treu, kann er zwei Jahre lang machen, wie es ihm beliebt. So würde er den freien Sitz im Obersten Gerichtshof mit einem Ultrakonservativen besetzen.

Und begänne rasch damit, elf Millionen illegale Immigranten aus dem Land zu schaffen. Um 1,6 Billionen Dollar würde die US-Wirtschaft schrumpfen, ein Prozess, der 20 Jahre dauern würde, wie der konservative Think-Tank American Action Forum ausgerechnet hat.

Teure Kühlschränke

Zölle auf chinesische und mexikanische Konsumgüter würde Trump sofort erhöhen. Die Preise für Fernseher, Autos und Kühlschränke schnellten in den USA in die Höhe. Was zu Protestwellen im ganzen Land führen würde.

Ebenso schnell würde Trump die Steuern kürzen. Dem Staat entfielen 25 Prozent seiner jetzigen Einnahmen, er käme zum Stillstand. Zumal die USA nicht unendlich Schulden machen dürfen. Hingegen schlössen Postämter und Nationalparks, die Armee schrumpfte und Sozialleistungen sänken.

Loch in der Staatskasse

Trump hofft, dass die Wirtschaft dank der Steuersenkungen wieder wächst. Das, so der Think-Tank American Action Forum, würde aber mindestens zehn Jahre dauern.

Und weil Trump Obamacare abschaffen würde, stünden 40 Millionen Amerikaner wieder ohne Krankenkasse da.

Was aber, wenn Trump zwar Präsident wird, aber keine Mehrheit im Senat erhält? Dann passiert in vier Jahren genau – nichts.

Dann dürften die Demokraten alle irrsinnigen Ideen von Trump ablehnen. Dann bleibt Trump etwas: Er kann jedes Jahr vor Thanksgiving einen Truthahn begnadigen.

Blick.ch berichtet rund um die Uhr live: Verfolgen Sie die Wahl im Live-Ticker zur US-Wahl.

Publiziert am 08.11.2016 | Aktualisiert am 23.11.2016
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40 Kommentare
  • rolf  sulzer 09.11.2016
    wie kommt das beim Trump Clan an, wenn die alle ab heute, Tag und Nacht von Heerscharen von Bodyguards bewacht werden? Ende mit chicki micki und big Parties. Die werden das nicht über mehr als 4 Jahre durchhalten und sich dann wieder in den Tower zurückziehen..
  • Peter  Jäggi aus Bern
    09.11.2016
    Trump stammt, wie Blocher, aus einer deutschen Einwandererfamilie.
    Beide haben ein riesen Wählerpotential durch Appelation an niedrigste Instinkte, Manipulation mittels Angstmacherei und falschen Versprechungen aufgebaut. Wo haben sie diese scheussliche Erfolgstaktik wohl gelernt?
  • Jens  Goldmann 09.11.2016
    Warum wird nun schon Trump schlecht gemacht bevor er beweisen kann was er wirklich kann. Er ist kein Mann der Politik sondern ein Mann der Wirtschaft, hat mal zu arbeiten gelernt und weiss woher das Geld kommt im Gegensatz zu Clinton. Viel schlechter als es jetzt ist kann es in Amerika nicht werden. Die grossen Autostädte sind am Boden und das nicht erst seit gestern. Lasst Trump erst mal arbeiten und urteilt nach einem oder zwei Jahren. Ich wünsche Ihm jedenfalls alles Gute und Gottes Segen.
  • monika  steimer aus au
    09.11.2016
    Es ist koch nicht sicher,dass Trump Präsident wird.Denn darüber entscheiden in 41 Tagen die Wahlmänner .Also noch nicht alles verloren.
    • Stefan  Huser aus Kriens
      09.11.2016
      Trump wird ein grossartiger Präsident und ich bin sehr froh dass Trump gewonnen hat. Er wird Putin, Erdogan und andere Diktatoren in die Schranken weisen und Amerika stark machen. Präsident Obama enttäuschte nur, er hat für die Schwarzen und für die Mittelschicht nicht viel erwirkt. Und Hillary und Bill waren, sind und werden gehasst bleiben für ihre fragwürdigen Machenschaften. Amerika will einen "Change" mit Trump.
  • rolf  sulzer 09.11.2016
    möchte mal wissen, was für eine länger als eine oder zwei Wochen dauernde Erholungsphase, Blick nennt es Chaos, stattfinden soll. Dass in gewissen Köpfen ein gewisses Chaos stattgefunden hat, das ist normal, doch auch dieses Chaos wird wieder zur Normalität zurückfinden. Die Panikmacher werden, wie Hillary, über kurz oder lang eines besseren belehrt. Im Gegensatz zum immer grösser werdenden EU-Chaos, haben die Amerikaner den Mut ein noch grösseres Chaos abzuwenden.